The Earth is blue as an Orange

Ukrainischer Film gewinnt die begehrte FSFF-Trophäe

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Der diesjährige Dokumentarfilmpreis des Fünf Seen Filmfestival ging an die Ukraine. Die ukrainische Konsulin Iryna Shum (links) nahm den Preis stellvertretend für das Filmteam entgegen. Im Bild Festivalintendant Matthias Helwig (Mitte) und Wernherr Weigert (rechts) von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg.

Landkreis - Der mit 3000 Euro dotierte Dokumentarfilmpreis des Fünf Seen Filmfestivals geht in diesem Jahr an die Ukraine. Gewinner ist der Film „The Earth is blue as an Orange“ von Iryna Tsilyk. Festivalintendant Matthias Helwig überreichte den Preis am vergangenen Mittwoch im Rahmen des Open Air im Seebades Starnberg an die ukrainische Konsulin Iryna Shum.

„Dass die Ukraine hier ihre Geschichte erzählen darf, dafür danken wir“, betonte Shum. 

Das Filmteam und die Regisseurin konnten leider nicht aus der Ukraine nach Deutschland reisen. In der Begründung der Jury hieß es: „Was Kunst kann, wie relevant sie für ein Leben im Ausnahmezustand, wie relevant sie für ein Frauenleben, das Leben einer alleinerziehenden Mutter mit vier Kinder ist, zeigt Iryna Tsilyk in „The Earth is blue as an Orange“. 

Konflikt im Fokus

 In dem Film wird die Geschichte einer Familie geschildert, die in dem seit 2014 andauernden Konflikt in der Ostukraine zu überleben versucht. Zentrale Figur ist dabei die Mutter, der es gelingt, mit ihren vier Kindern ein Leben im Ausnahmezustand zu meistern, mit einer Angst einflößenden Militärpräsenz und ständigen Granateinschlägen in der Nachbarschaft. In dieser absurden, surrealen Situation dreht die Familie einen Film und wird zum handelnden Kollektiv von Kulturschaffenden. 

Erfolg auf Berlinale


 Sie interviewen sich gegenseitig, stellen Szenen im Kellerbunker nach und sprechen über das Filmemachen. „The Earth is blue asn an Orange“ lief bereits auf der vergangenen Berlinale und wurde dort groß gefeiert. In diesem Jahr wartete der Dokumentarfilmwettbewerb des Fünf Seenfilmfestivals mit zwei Deutschlandpremieren (Bora und Oroslan) und einer Weltpremiere (Vor mir der Süden von Pepe Danquart) auf. Insgesamt standen sieben Filme im Wettbewerb. Vielfältige Jury In der Dokumentarfilmpreis-Jury saßen der Dokumentarfilmautor Jörg Adolph, Filmemacherin Ulrike Bez und Filmemacher Pascal Rösler. Sie wählten unter den sieben Wettbewerbsteilnehmern den Gewinner. Der Dokumentarfilm-Preis des Fünf Seen Filmfestivals wird von der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg gestiftet. Im vergangenen Jahr gewann die Regisseurin Maryam Zaree mit ihrem „Born in Evin“ den begehrten Dokumentarfilmpreis des Fünf Seen Filmfestivals.

Von Kreisbote

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