UliSingerStiftung

Familienhilfe auf den Weg gebracht

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Starnberg – „Wichtig ist ein gutes Netzwerk und dies scheint zu funktionieren“, freut sich Uli Singer.

Dank großzügiger Spenden, die nach einem Bericht über eine Pflegefamilie in Inning eingegangen sind, konnte im Verein FortSchritt nun die mobile Familienhilfe auf den Weg gebracht werden. „Wegen der vielen Aufrufe zu Spenden für Menschen, die durch das Hochwasser ihr komplettes Hab und Gut verloren haben, dachten wir, auf der Strecke zu bleiben“, erklärt Uli Singer. Wie berichtet, hat die Journalistin von einer engagierten Pflegemutter aus Inning erfahren und mit Unterstützung der Bürgermeisterband „Doktor SchiWaGu“ spontan die UliSingerStiftung ins Leben gerufen. Vera Pein betreut seit 20 Jahren seelisch und körperlich geschädigte Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen. Mittlerweile zählt sie über 48 Buben und Mädchen aus aller Herren Länder, die wenige Monate bis mehrere Jahre blieben und die zum Teil auch heute noch bei „Mama Pein“ einkehren. Derzeit sind es fünf Mädels zwischen elf Monaten und 17 Jahren und ein Pflegesohn mit 21 Jahren, die in Inning ein dauerhaftes und liebevolles Zuhause gefunden haben. „Leider reicht das Geld durch die Behörden hinten und vorne nicht. Außerdem wäre eine regelmäßige Hilfe gut, um auch mal Ausflüge mit allen sechs Kindern zu machen oder, dass mal jemand bei den Hausaufgaben mithilft“, sagte Pein. Als Peter von Quadt, Vorsitzender des Vereins FortSchritt davon hörte, holte er sich bei seinen Vorstandskollegen über eine Telefon-Konferenz das Okay für die Gründung einer „Mobilen Familienhilfe“. „Ich hätte nie gedacht, dass wir damit in eine Betreuungslücke gestoßen sind“, erklärte von Quadt. Denn nicht nur Pein freut sich jetzt über eine regelmäßige Stütze, auch die Eltern, deren cerebral geschädigte Kinder die Heilpädagogische FortSchritt-Tagesstätte in Niederpöcking besuchen, meldeten sofort Bedarf an. „Es geht darum, dass man einfach mal Pause von der Pflege machen oder nur mal ohne Sorge um’s Kind ins Kino gehen kann“, betont von Quadt, selbst Vater eines 27-jährigen körperlich schwer behinderten Sohnes. Die Anschub-Finanzierung des „Mobilen Familiendienstes“, hat die Stiftung übernommen. „Wir hoffen jetzt auf weitere Spenden, damit der Service auf alle Fälle bis Jahresende gesichert bleibt“, erläuterte Singer. Zudem seien ehrenamtliche Betreuer gesucht, die Lust haben, sich stundenweise um Kinder mit besonderem Förderbedarf zu kümmern. Näheres dazu unter www.ulisingerstiftung.de. Stefan Berger

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