Uneins über Ursache des Problems

Ein „Damm“ soll die Geschäfte am Kirchplatz vor Überschwemmungen schützen. Foto: Jaksch

Mit einem kleinen „Deich“ soll der Kirchplatz in Starnberg vor Überschwemmungen geschützt werden. Bei mehreren schweren Unwettern im Juni war der Kirchplatz unter Wasser gesetzt worden - und mit ihm immer auch einige der anliegenden Geschäfte. Bis nun durch einen externen Gutachter geklärt ist, ob und was mit der Entwässerung „schief“ läuft, soll das Provisorium „Deich“ die Geschäftsinhaber vor weiteren Wasserschäden schützen.

Bei extremen Starkregen schießt das Wasser die Rampe neben der Buchhandlung Bücherjolle den Kirchplatz hinab und sucht sich seinen Weg in die Geschäfte. Als Ursache vermutet man wohl einen Planungs- und Ausführungsmangel. Die in der Rampe eingebauten Entwässerungsrinnen sind vermutlich unterdimensioniert. Bei Starkregen werden sie überspült und das Wasser läuft seitlich an den Rinnen vorbei. Für diese Wassermassen sind die Entwässerungsrinnen direkt vor den Ladengeschäften aber auch nicht ausgelegt. Folge: Die Geschäfte laufen voll. Bevor nun diese Mängel beseitigt werden können, streben die Stadt Starnberg und der Planer des Kirchplatzes ein Beweisverfahren an. Dabei soll ein vom Gericht beauftragter unabhängiger Gutachter das Projekt und seine Umsetzung unter die Lupe nehme. Denn inzwischen sind sich Stadt, Planer und Baufirmen doch nicht mehr einig, wo die Ursache des Problems liegt. Anfangs hatte die Stadt noch geglaubt, die Überschwemmungsgefahr in den Griff zu bekommen, wenn die aus ihrer Sicht unterdimensionierten Entwässerungsrinnen verbreitert und verlängert werden. Bis ein externer Gutachter eventuelle Baumängel oder Planungsfehler untersucht hat, wird wohl einige Zeit verstreichen. Bis dahin sind weitere Arbeiten unmöglich. Um die Geschäfte auf der Nordseite des Kirchplatzes bis zur Klärung der Ursachen vor weiteren Überflutungen zu schützen, soll nun der „Deich“ aufgebaut bleiben - mindestens bis zum Ende der Gewitter-Saison. Durch den „Deich“, der aus so genannten Kabelkanälen besteht, wird das Wasser in die Mitte des Platzes gelenkt und von dort zur Entwässerung in der Wittelsbacherstraße. Vorsorglich wurden auch Sandsäcke am Kirchplatz gelagert. Außerdem wird überlegt, ob man für die Geschäfte einschiebbare „Schleusentore“ bauen lässt.

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