Unermüdlicher Einsatz

Wegen ihres unermüdlichen Einsatzes für das EU-Projekt „Comenius“ an der Carl-Orff-Volksschule Andechs wurde jüngst Valentine Kaiser ausgezeichnet. Im Rahmen eines Festaktes überreichte die Europa-Abgeordnete Angelika Niebler(CSU) der engagierten Kunstlehrerin die Europa-Medaille.

Seit nunmehr acht Jahren arbeitet die Carl-Orff-Volksschule im Rahmen des EU-Projektes mit anderen Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern jeweils für mehrere Jahre zusammen. So hat die Andechser Schule seit 2001 Kontakte zu zwölf europäischen Schulen – darunter drei in Italien, zwei in Spanien und eine in Österreich. Regen Austausch gibt es auch mit Schulen in Norwegen, Portugal oder Bulgarien. Eines der Hauptziele des Projekts ist es, dass bereits den Vor- und Grundschulkinder andere Kulturkreise nahe gebracht werden. In Andechs kümmert sich die Valentine Kaiser um Planung, Vorbereitung sowie Durchführung von Dienstbesprechungen und Informationsveranstaltungen. Drei Projekte sind bereits unter ihrer Federführung ins Leben gerufen worden – ein viertes soll folgen. Beim Festakt zur Verleihung der Europa-Medaille, den die Buben und Mädchen „europäisch“ gestaltet hatten - und unter anderem ihr Comeniuslied sangen „Das wusste schon Comenius, Europa braucht den Schulterschluss. Wir an uns`rer Schule sind so weit, bei uns ist Europa Wirklichkeit!“ - lobte Schulleiterin Barbara Pfaffinger das Engagement von Valentine Kaiser. Sie habe „das Kollegium zu Höchstleistungen animiert und die Gemeinde sowie das Kloster Andechs mit ins Boot geholt“. Auch Bürgermeisterin Anna Neppel würdigte die Ausgezeichnete als „Motor des Comenius-Projektes“ und fand es beachtlich, dass diese kleine Schule trotz schlechtem Internetanschluss so einen regen Austausch hat. Das Comenius-Programm wurde 1995 von der Europäischen Union ins Leben gerufen und ist Teil des Sokrates-Programmes, das neben Schulpartnerschaften auch Schul- und Erwachsenenbildung fördert. Am Comenius-Programm nehmen Schulen teil, die den Europagedanken fördern wollen und mehr auf eine einheitliche europäische Union zielen. Namensgeber ist Johann Amos Comenius, der als der große Pädagoge des 17. Jahrhunderts angesehen wird. Er war der Erste, der die Pädagogik vom Kind her entwarf und eine grundlegende Allgemeinbildung für alle sowie bildungspolitische Chancengleichheit für Mädchen, Sozial Schwache und geistig Zurückgebliebene forderte, sprich eine Schulpflicht für Jungen und Mädchen aller Stände einheitlich bis zum 12. Lebensjahr. Seine Vorstellung einer lebensnahen, freundlichen Schule und einer gewaltfreien Erziehung sind bis zur heutigen Zeit gültig geblieben - ebenso seine Erziehungsziele, die Erziehung des Menschen zur Menschlichkeit und die dadurch entstehende Weltverbesserung. Comenius ist der Begründer der Didaktik sowie der Mathetik (Wissenschaft vom Lernen). Er entwickelte die erste systematisch aufgebaute Didaktik der Neuzeit.

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