"Unglückliche Planung" in Starnberg

IHK-Mitglieder sorgen sich um Ausbau der Petersbrunner Straße

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Der Starnberger IHK-Chef Martin Eickelschulte (vorne, links) lässt sich die Bauarbeiten zum B2-Tunnel von Raphael Zuber vom Staatlichen Bauamt Weilheim im Info-Center erklären.

Starnberg – Es ist ein spannendes Thema. Die etwa sieben Jahre andauernden Bauarbeiten zum B2-Tunnel durch die Kreisstadt beschäftigen auch die Mitglieder des IHK-Regionalausschusses Starnberg. Bei ihrer jüngsten Zusammenkunft ließen sie sich von den Bau-Verantwortlichen die Abläufe und die technischen Herausforderungen erklären. Kritik wurde beim Umbau der Petersbrunner Straße laut.

Martin Eickelschulte, der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Starnberg, ist selbst mit seinem Unternehmen Anrainer der Petersbrunner Straße. Vor allem aber war es Carl Baasel von Baasel Lasertechnik, der nach dem Vortrag von Raphael Zuber, dem zuständigen Abteilungsleiter vom Weilheimer Bauamt, die Debatte auf die Petersbrunner Straße brachte. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Gautinger Straße von einer Staatsstraße in eine Ortsstraße herabgestuft, die Petersbrunner Straße wiederum wird eine Staatsstraße. Der Durchstich von der B2 auf Höhe des Landratsamtes wird laut ab Mitte 2020 fertig sein, so der Oberste Leiter der Baustelle, Oliver Schhneider. Dann wird die Petersbrunner Straße die Verbindungsstraße zwischen Autobahn und Gewerbegebiet sein – und von Seiten der Unternehmerschaft chaotischen Verhältnissen befürchtet. Auch, weil der Umbau der Petersbrunner Straße nicht vom Staatlichen Bauamt geplant werde, sondern von der Stadt. Baasel forderte daher einen gemeinsamen Steuerer, sonst „wird das ein purer Glücksfall“. Vor allem die Planung des Fahrrad- und Fußwegs kritisierte er. „Wir haben hier 18 Gewerbeausfahrten“, so Baasel, „die Planung ist wirklich sehr unglücklich“.

IHK-Vize Ingo Schwarz aus Gilching sprang seinem Vorredner bei, auch im alten Gilchinger Gewerbegebiet kennen man dieses Problem. „Wer möchte schon Komplize von Unfällen sein?“ Auf Seiten des Straßenbauamts hielt man sich bedeckt, schließlich sei das Starnberger Planungsgebiet, so Zuber. Martin Eickelschulte und die IHK möchten sich indes für einen gemeinsamen Projektsteuerer einsetzen.

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