In den nächsten vier Jahren soll ein Mietsystem nach Münchner Vorbild installiert werden

Unterwegs im Landkreis Starnberg mit dem Leihrad

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So könnten die zukünftigen Fahrradverleihsysteme im Landkreis Starnberg aussehen.

Landkreis – Als perfekte Ergänzung zu Bus und Bahn will der Landkreis Starnberg in den nächsten vier Jahren das Fünfseenland mit dem Fahrradverleihsystem „MVG Rad“ ausstatten. Im Kreis-Verkehrsausschuss rang Verkehrsmanagerin Susanne Münster um die Einführung des Leihradsystems. Denn einmal mehr ging es neben dem Nutzerpotenzial und der Planung auch um die Kosten von 300.000 Euro.

Bereits vor einigen Jahren wurden von der Firma next-bike die Gewerbegebiete in Gilching und Krailling mit Fahrradleihstationen ausgestattet. Doch das Projekt gibt es im Landkreis nicht mehr, „eine Lücke in schon mal vorhandener Mobilität“, so Münster, sei somit entstanden. Nach Umfrageergebnissen der gwt gibt es ein hohes Nutzerpotenzial, besonders an S-Bahnstationen und in Gewerbegebieten. Auf Vorschlag der Kreisverwaltung sollen innerhalb der nächsten vier Jahre alle 14 Kommunen mit MVG-Rädern ausgestattet werden. Den Anfang machen aufgrund der drängenden Nachfrage die Gemeinden Gauting, Gilching und Krailling. Insgesamt sollen dort 14 Leihstationen eingeführt werden, darunter fünf in Gauting, sechs in Gilching und drei in Krailling. In den Jahren 2020 und 2021 sollen jeweils vier weitere und im Jahr 2022 drei weitere Gemeinden mit einem stationären System ausgestattet werden. Der Landkreis beteiligt sich an den Investitionskosten (rund 25.000 Euro für eine Stele mit acht Leihrädern und zehn Radständern), wenn die Gemeinde im Gegenzug eine weitere Station errichtet. Insgesamt würden sich die Kosten somit auf 300.000 Euro belaufen. Den laufenden Kosten werden allerdings die Einnahmen aus dem Projekt mit next-bike gegengerechnet. Landrat Karl Roth äußert sich positiv: „So haben wir ein kompaktes System.“ Die Runde schloss sich einstimmig dem Landrat an. Darüber hinaus beteiligt sich der Landkreis an einer 17-monatigen Machbarkeitsstudie für eine schnelle Radverbindung von Planegg bis nach Starnberg. Dazu stellt er 31.200 Euro bereit, eine konkrete Trassenführung für den Radschnellweg soll Ende Juni 2020 vorliegen.

Lil/po

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