Per Velo unterwegs

Das Fahrrad als tägliches Fortbewegungsmittel gewinnt wieder an Bedeutung. Immer mehr Landkreisbürger fahren – wenn es die Strecke zulässt – mit dem eigenen Drahtesel. Egal, ob zum Sport, Einkaufen oder zum Arbeitsplatz. Das liegt zum einen am gestiegenen Gesundheits- und Umweltbewusstsein, zum anderen aber auch an einem immer besser ausgebauten Fahrradwegenetz. Die Geografin und Tourismusexpertin Claudia Stalze hat sich mit diesem Thema beschäftigt und auf der ersten Verkehrskonferenz für den Landkreis Starnberg ihre Ergebnisse vorgestellt.

Das Fahrradwegekonzept für den Landkreis befindet sich in der Endphase und ist an das Wegenetz der Nachbarlandkreise Weilheim-Schongau und Bad Tölz-Wolfratshausen angebunden. Im Fünfseenland sind es rund 460 Kilometer an Fahrradwegen, davon sind 90 Prozent (und davon 14 Prozent Straßen begleitend) „alltagstauglich“, wie es Stalze formulierte. Soll heißen: Die Wege sind soweit befestigt, dass sie mit einem normalen Fahrrad befahren werden können. Ein großes Thema ist und bleibt im Landkreis die Beschilderung. „Die Artenvielfalt ist sehr groß“, schmunzelte Stalze, die davon ausgeht, dass die übersichtlichen Schilder mit Kilometer- und Wegangabe des Erholungsflächenvereins sich durchsetzen werden. Sie sieht in dem Radwegenetz aber nicht nur eine Möglichkeit, mehr Menschen für das Fahrrad zu begeistern, sondern auch ein touristisches Angebot. „Wenn sie das überregional vermarkten, haben Sie ein weiteres attraktives Urlauber-Angebot.“ Dazu gehört mittlerweile freilich auch, im Internet Tourenbeschreibungen vorzustellen, die einfach per Mouseklick herunter geladen und ausgedruckt werden können. Neben einer digitalen Vermarktung setzt Claudia Stalze auf Partner-Einbindung. Das können Gasthäuser sein, die entweder ein Radlermenü anbieten oder Fahrrad-Touristen beherbergen. Auch über die Möglichkeit, das Gepäck zum nächsten Ziel nachkommen zu lassen, sollte in das Angebot aufgenommen werden. In anderen Freizeitregionen ist dies längst Standard.

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