Gastronomie in der Krise

Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur fordert Freigabe für Heizpilze

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Um die kriselnde Gastronomie zu entlasten, fordert der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur die Freigabe von Heizpilzen.

Region - Um die von der Coronakrise stark getroffenen Gastronomiebranche während des kommenden Winters zu unterstützen, gelten in immer mehr bayerischen Städten und Kommunen Ausnahmeregelungen für den Gebrauch von Heizpilzen. Vielerorts werden dabei allerdings nur elektrisch betriebenen Geräte erlaubt – für viele Gastronomiebetriebe nicht lohnenswert oder schon gar nicht möglich. Der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) fordert die Verantwortlichen jetzt dringend dazu auf, auch gasbetriebene Heizpilze freizugeben.

„Die Gastronomie war und ist eine der von der Coronakrise am schwersten getroffenen Branchen“, weiß VEBWK-Vorsitzende Dr. Ursula Zimmermann, „nach wochenlangen Umsatzausfällen von bis zu 100 Prozent können die meisten Betriebe auch jetzt ihre Einbußen noch nicht wieder aufholen, ganz zu schweigen von den Teilbereichen, die noch immer keine Perspektive auf eine Wiedereröffnung haben.“ Aufgrund der derzeitigen Corona-Regelungen gelten noch immer einschneidende Beschränkungen. Die Auswirkungen für die Branche zeigen sich in erschreckenden Umfrageergebnissen: Derzeit sehen sich fast 60 Prozent der befragten Betriebe in ihrer Existenz gefährdet.

Jetzt befürchtet der VEBWK einen weiteren herben Schlag für die Gastronomie. „Wenn die Temperaturen sinken, wird es nahezu unmöglich, auch auf Freiflächen weiterhin Gäste zu bewirten“, so Zimmermann, Viele Menschen möchten sich derzeit in den Lokalen nicht in geschlossenen Räumen aufhalten und werden den Gastronomen daher als Kunden verloren gehen, beklagt der Verein. 

Um diesem Trend entgegenzuwirken und weitere Umsatzverluste zu vermeiden, hatte der VEBWK bereits im August eine Ausnahmeregel für den Gebrauch von Heizpilzen gefordert. Diese gelten zwar als umweltpolitisch problematisch und sind daher in vielen Städten und Kommunen eigentlich verboten, könnten jetzt zur kommenden Wintersaison allerdings tausende Unternehmen vor dem Aus bewahren. „Dazu kommt, dass auch die Sorgen der Menschen, die sich an der frischen Luft sicherer fühlen als in Innenräumen, von den verantwortlichen Kommunen ernst genommen und Lösungen angeboten werden müssen. Die Ausnahmeregelung für den Gebrauch von Heizpilzen soll ein befristetes Zugeständnis an die von der Coronakrise schwer getroffenen Gastronomiebranche sein, dass auch dabei von den Städten und Kommunen wieder Stolpersteine für die Wirte gelegt werden, ist absolut unverständlich. In der derzeitigen Situation muss die Priorität ganz klar auf der Existenzsicherung einer ganzen Branche liegen. 2020 ist ein Jahr mit neuen, ungeahnten Herausforderungen, die wir auf unkonventionelle und unbürokratische Art lösen müssen“, sagt VEBWK-Geschäftsführerin Zimmermann.

Von Kreisbote

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