Verein Kinderinsel

Endlich ein neues Zuhause

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Starnberg – Die kleine Familie aus Inning war noch Anfang des Jahres in einer aussichtslosen Situation. Doch großzügige Spenden und das unbürokratische Handeln diverser Einrichtungen haben zu einem positiven Ergebnis geführt.

In ihrer neuen barrierefreien Wohnung fühlen sich Emilia, die mit einem offenen Rücken zur Welt kam, und ihre Familie pudelwohl. Als die zweijährige Emilia geboren wurde, war die Familienplanung von Yvonne und John F. plötzlich auf den Kopf gestellt. Wie berichtet, hofften die Eltern von zwei Kindern, außer Emilia gibt es noch den vierjährigen John, ein nicht isoliertes und nicht unterkellertes Gartenhaus in Inning behindertengerecht ausbauen zu können. „Wir waren überzeugt, dass wir das Häuschen bewohnbar machen können und haben viel Geld in die Renovierung gesteckt und uns deshalb auch hoch verschuldet“, erklärt Yvonne F. Doch so viel auch renoviert wurde, es nützte nichts. Der Bauzustand des Gartenhäuschens war derart schlecht, dass die Wohnung schwer heizbar war, Wasser durch das Dach tropfte und sich Mäuse und andere Kleintiere die Klinke in die Pfoten gaben. Nachdem ein Fachmann sich das Haus angesehen hatte, blieb nur noch der Rat, abzureißen und neu aufzubauen. Der kleinen Familie nützte das nichts, zumal sie nur Mieter waren und der Hausbesitzer keine Bereitschaft zeigte, trotz hoher Miete Abhilfe zu schaffen. Nun war guter Rat teuer. Zum einen war die Wohnung absolut ungeeignet für Emilia, deren Immunsystem durch den offenen Rücken geschwächt ist. Zum anderen verhinderte ein Schuldenberg weitere Ausgaben für den täglichen Bedarf. Spontane Hilfe und finanzielle Unterstützung bot der Verein Kinderinsel an, der unter anderem Kontakt zur Heilpädagogischen Tagesstätte von FortSchritt herstellte. „Emilia kann sofort zu uns in die Einrichtung kommen. Unsere Konduktoren sind auf Kinder mit offenem Rücken geschult. Die brauchen eine ganz spezielle Behandlung“, erklärte Geschäftsführer Peter von Quadt. Unter anderem muss alle zwei Stunden der Katheder gewechselt und der Darm per Hand von außen ausgedrückt werden. Seit vier Monaten besucht Emilia nun die Einrichtung und war vom ersten Tag an begeistert. Sie ist außerdem dabei, auf so genannten Orthesen ihre ersten Schrittchen zu machen. Anders als Prothesen handelt es sich bei Orthesen um Schienen, die an ihre etwas zu kurz geratenen Beinchen angeschnallt werden. Diese Hilfsmittel dienen unter anderem zur Stabilisierung und Entlastung von Gliedmaßen oder des Rumpfes. „Sie macht das alles ganz super“, freut sich Yvonne F. „Grundsätzlich aber ist unsere Emilia ihr Leben lang auf Hilfsmittel wie Orthesen, Rollstuhl oder Rollator angewiesen.“ Unabhängig davon, dass noch viele Operationen ihr Leben begleiten werden. Weiter Hilfe gab es durch den Starnberger Verband Wohnen, der der Familie unbürokratisch eine ebenerdige und barrierefreie Neubauwohnung in Starnberg zur Verfügung stellte. Einzug war am 3. Oktober. „Wir sind rundum glücklich und können es noch gar nicht fassen, dass sich innerhalb eines halben Jahres so vieles zum Positiven hin verändert hat“, sagt Yvonne F. „Direkt von unserer Terrassentüre aus geht es über eine Grünfläche zu einem großen Spielplatz.“ Dank geht auch an die vielen Menschen im Landkreis, die durch eine Spende an die Kinderinsel dazu beigetragen haben, dass sowohl ein Teil der Umzugskosten übernommen, wie auch neue Möbel und wichtige Alltagsdinge für Emilia angeschafft werden konnten. Das Spendenkonto des Vereins Kinderinsel bei der Volksbank Raiffeisenbank FFB lautet 3221318 – BLZ 70163370 - IBAN: DE72 7016 3370 0003 2213 18 - BIC: GENODEF1FFB. Näheres unter www.unsere-kinderinsel.de. pop

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