Verein "Mitwohnen und Wohnen für Hilfe im Landkreis Starnberg" hilft bei der Vermittlung von Vermietern und Wohnungssuchenden

+

Landkreis – Sie wünschen sich Unterstützung beziehungsweise praktische Mithilfe im Alltag - und haben freien Platz zu Hause, den Sie zum Wohnen zur Verfügung stellen können? Dann dürfte das Projekt des Vereins „Mitwohnen und Wohnen für Hilfe im Landkreis Starnberg“ ein interessantes Konzept sein.

Die Idee: Senioren, Familien und Alleinerziehende mit einer entsprechend großen und geeigneten Wohnung oder einem Haus, bieten Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind und sich sozial engagieren wollen, die Möglichkeit, bei ihnen zu wohnen. Im Gegenzug erhalten sie vom Wohnraumnehmer Unterstützung im Alltag. Die Hilfeleistungen können von hauswirtschaftlichen Tätigkeiten oder Gartenarbeit beziehungsweise Haustiere versorgen und Kinderbetreuung reichen bis hin zu gemeinsamen Aktivitäten wie spazieren gehen - je nachdem, was gewünscht wird und zwischen den Wohnpartnern individuell vereinbart worden ist. Ausgeschlossen sind jedoch Pflegeleistungen. Anstelle einer Miete beziehungsweise zugunsten einer günstigeren Miete wird ein bestimmter Umfang an Unterstützungsleistungen vereinbart, die der Mitbewohner erbringen muss. Generell gilt hier die Faustregel: Ein Quadratmeter Wohnfläche entspricht einer Stunde Hilfe im Monat. Nebenkosten werden in der Regel in Form einer Pauschale vom Wohnraumnehmer bezahlt. Im Idealfall profitieren beide Seiten von diesem Konzept. Für ein harmonisches Miteinander sind natürlich konkrete Absprachen und feste Regeln nötig. Damit sich diejenigen finden, die auch zusammen passen, können Wohnraumanbieter beziehungsweise Suchende die Hilfe des Vereins „Mitwohnen und Wohnen im Landkreis Starnberg“ nutzen. Als neutrale Vermittlungsstelle klären die ehrenamtlich tätigen Mitglieder in Vorgesprächen und mit Hilfe von Fragebögen, die beide Seiten auszufüllen haben, schon einmal ab, wie die jeweiligen Erwartungen sind und ob die Interessenten zusammenpassen. Außerdem klopft der Verein ab, ob unlautere Absichten im Spiel sind - und sorgt so, dass niemand „über den Tisch“ gezogen wird. Da man ja nie vorher sagen kann, ob man im Alltag miteinander zurechtkommt, wird normalerweise eine Probezeit von ein bis drei Monaten vereinbart (mit 14-tägiger Kündigungsfrist für beide Seiten). In einer so genannten Wohnraumüberlassungsvereinbarung regeln Vermieter und Mieter alle relevanten Details ihrer Wohnpartnerschaft wie Art und Umfang der Hilfeleistungen und Nebenkosten. Das Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert sowie mit „Man-Power“ vom Landratsamt Starnberg unterstützt. Die Vermittlungsgebühr beträgt für „Vermieter“ 75 Euro und für Miet-Interessenten 50 Euro. Mit diesem Geld deckt der Verein seine Unkosten. Bei Interesse erhält man alle relevanten Informationen über die Initiative bei Ruthard Schuhmann, Telefon: 08158/903206 oder per Mail: mit.wohnen.fuer.hilfe@t-online.de oder www.wohnen-und-helfen.de.

Auch interessant

Meistgelesen

Rückblick auf den Beginn des Eisenbahnzeitalters im westlichen Vierseenland
Rückblick auf den Beginn des Eisenbahnzeitalters im westlichen Vierseenland
Ungeplante Hausgeburt mit sechsjähriger Helferin geht gut aus
Ungeplante Hausgeburt mit sechsjähriger Helferin geht gut aus
Gute Geschäftslage in der M+E-Industrie
Gute Geschäftslage in der M+E-Industrie
Der Geschmack der Gerechtigkeit
Der Geschmack der Gerechtigkeit

Kommentare