Vereinsheim

Häuschen des SC Weßling platzt aus allen Nähten

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Weßling – Es ist nicht der erste Vorstoß eines Vorstands des Sport-Club Weßling (SCW), ein neues Vereinsheim zu bauen. Aber es schaut fast so aus, als könnte es diesmal gelingen. Auf jeden Fall bekam die vor 18 Monaten neu gewählte Spitze des SC grünes Licht, die ersten Schritte in Richtung Bau einzuleiten.

Nicht nur sportlich gesehen hat der Sport-Club Weßling seinen rund 1.600 Mitgliedern einiges zu bieten. Traditionell ehrgeizig und mit reichlich Spaß rasen die Skifahrer um die Stangen und die Kleinsten stemmen in Kursen die ersten Schwünge. In der Abteilung „Turnen“ tanzen sich die Sportbegeisterten beim Zumba fit oder entspannen bei einer Runde Pilates – und neben Tennis und Fußball steht selbstverständlich Eishockey auf dem Programm. In dieser Disziplin jagten die Weßlinger in den 1970er Jahren sogar als Bundesligisten dem Puck hinterher – und rund zehn Jahre vor der Erfolgswelle auf dem Eis zimmerten die Fußballer auf dem Sportgelände in Weßling einen besseren Bretterverschlag für die Kicker. Das ist lange her und die Beschreibung über den Zustand des Gebäudes von Henrik Rebhan könnte man mit „untragbar“ zusammenfassen. „Der Keller ist verschimmelt, alles ist eklig und staubig.“ Ende Jahr fällt auch die angrenzende gemeindeeigene Sportgaststätte als Ort der Begegnung zugunsten der Mittagsbetreuung weg. Höchste Eisenbahn also aktiv zu werden. Sie standen vor der Wahl, entweder im heruntergekommenen Häuschen weiterzumachen oder Abriss und Neubau. Die Entscheidung fiel auf den Neubau und so präsentierten die Freiwilligen den rund 80 Stimmberechtigten im Gasthof Schuster eine mögliche Skizze für ein potentielles Vereinsheim. Der Vorschlag auf dem 300 Quadratmeter großen, vereinseigenen Areal reichte von außen zugängliche Umkleidekabinen und Toiletten, Lager, Küche, Kiosk bis hin zu einer 100 Quadratmeter großer Allzweckraum, in den etwa die Turner und auch die Handballer ausweichen könnten. „Damit könnten wir zum Beispiel unser Angebot für Senioren erweitern“, erklärte SCW-Geschäftsleiterin Carola Palm. Die geschätzten Kosten für den Bau liegen bei maximal einer halben Million Euro, so Thomas Stremel. Zurückgreifen könnte man dabei auf zirka 60.000 Euro Rücklagen. Je 100.000 Euro plant der Kassier über Eigenleistungen und Zuschüsse zu finanzieren. Mindestens 40.000 Euro könnte der geplante Förderverein über Spenden generieren und der Rest müsste als Darlehen aufgenommen werden. Seit der Vorstand die Pläne im Gemeinderat vorgestellt hat, ist Rephan optimistisch, dass ein entsprechender Antrag im Dezember vom Gremium angenommen wird. Von den Mitgliedern gab es mit einer Gegenstimme und neun Enthaltungen schon Mal grünes Licht für die erste Planung. In rund sechs Monaten möchte der Vorstand konkrete Kostenbeispiele zur Abstimmung vorlegen – und im Falle einer endgültigen Zusage wäre der Spatenstich im kommenden Sommer und ein Umzug in einzelne Räume schon im Herbst 2018 vorstellbar. Es werden noch Freiwillige für den Förderverein gesucht. Bei Interesse bitte in der Geschäftsstelle am Meilinger Weg 24 melden, in Weßling, Telefon 08153/4335 oder an geschaeftsstelle@sportclub-wessling.de.sportclub-wessling.de. mk

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