Verfahren abgeschlossen

Das vereinfachte Raumordnungsverfahren für ein Einkaufszentrum im Westen Starnbergs mit insgesamt 3.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist abgeschlossen. Die Regierung von Oberbayern beurteilt das Vorhaben insgesamt landesplanerisch positiv. Sie fordert aber die angrenzenden Ökosysteme nicht zu beeinträchtigen und das Ausmaß der Bodenversiegelung durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.

Die Stadt Starnberg beabsichtigt, an der Weilheimer Straße ein Einkaufszentrum zu errichten. Um ein Versorgungsdefizit des südlichen Stadtteils auszugleichen, sollen hier ein Lebensmittelmarkt und ein Elektrofachmarkt sowie Büro- und Dienstleistungsflächen entstehen. Mit dem Elektrofachmarkt soll zudem eine Versorgungslücke in Starnberg geschlossen werden. Es sind 3.000 Quadratmeter Verkaufsfläche geplant, davon maximal 2.600 Quadratmeter Verkaufsfläche (VK) für einen Lebensmittelvollsortimenter und maximal 1.300 Quadratmeter VK für einen Elektrofachmarkt. Für das Fachmarktzentrum sollen des Weiteren 100 Kundenparkplätze geschaffen werden. Das Gelände ist derzeit waldbestanden und grenzt an ein Feuchtbiotop, das auch den Quellbereich und den Bachgraben des Siebenquellenbachs umfasst. Das geplante Vorhaben in dem ökologisch sensiblen Bereich entspricht nur bei Berücksichtigung bestimmter Maßgaben den Erfordernissen der Raumordnung. In der landesplanerischen Beurteilung hat die Regierung von Oberbayern der Stadt auferlegt, durch geeignete Maßnahmen das angrenzende Bachssystem des Siebenquellenbachs ökologisch aufzuwerten und das Ausmaß der Bodenversiegelung zu minimieren. Die Stadt muss zudem sicherstellen, dass das angrenzende Fechtbiotop bau- und anlagenbedingt nicht beeinträchtigt wird. Die Regierung von Oberbayern hat als höhere Landeplanungsbehörde im Rahmen des am 8. Mai diesen Jahres eingeleiteten vereinfachten Raumordnungsverfahrens parallel zum Bauleitplanverfahren der Stadt Starnberg die eingegangenen Stellungnahmen der beteiligten Behörden, Institutionen, Kommunen und Bürger geprüft und abgewogen. Die raumordnerische Beurteilung enthält keine abschließende Entscheidung über das Vorhaben. Diese ist vielmehr dem noch laufenden Bauleitplanverfahren vorbehalten. Die Regierung von Oberbayern prüft in einem vereinfachten Raumordnungsverfahren, wie sich ein geplantes Vorhaben auf die für die Raumordnung wichtigen Aspekte, wie gewerbliche Wirtschaft, Natur und Landschaft, Wasser, Verkehr, Immissionsschutz und Siedlungsentwicklung auswirkt. Dazu wertet die Regierung als höhere Landesplanungsbehörde die Stellungnahmen der Fachbehörden, Kommunen, Planungsträger und sonstiger Verbände sowie der Öffentlichkeit aus, die im Rahmen des Bauleitplanverfahrens abgegeben wurden. Anhand dieser Stellungnahmen prüft die Regierung dann, ob und gegebenenfalls unter welchen Maßgaben das Projekt mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar ist und wie es mit anderen Vorhaben öffentlicher oder sonstiger Planungsträger abgestimmt werden kann. Die Regierung wägt die einzelnen Belange gegeneinander ab und schließt das vereinfachte Raumordnungsverfahren mit der so genannten landesplanerischen Beurteilung ab.

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