Guter Rat ist nicht weit weg

Vergabe der Zwischenzeugnisse: „Zeugnis-Chat“ oder „Nummer gegen Kummer“ gibt seelische Unterstützung bei schlechten Noten

Schlechte Noten sind für Schüler sehr belastend (Symbolbild).
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Schlechte Noten sind für Schüler sehr belastend (Symbolbild).
  • vonFlorian Ladurner
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Landkreis - Am morgigen Freitag steht an den bayerischen Schulen die Vergabe der Zwischenzeugnisse an. Einige Schülerinnen und Schüler werden wohl die ein oder andere schlechte Note in ihrem Zeugnis wiederfinden. Psychologische Dienste und Beratungsstellen haben diesbezüglich ihr Angebot verstärkt, um Schülern sowie Eltern bei der Bewältigung der schlechten Schulergebnisse zu unterstützen.

„Schule, Schüler sowie Eltern können noch gemeinsam für einen gelungenen Abschluss des Schuljahres arbeiten“, ermutigt Bayerns Familienministerin Carolina Trautner. Eltern und Jugendliche, die sich nicht sicher sind, wie oder mit welcher Unterstützung eine Verbesserung der Situation erfolgen kann, rät Trautner, sich bei der von Bayern mitfinanzierten virtuellen Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (www.bke-beratung.de) beraten zu lassen. Am Freitag, 5. März, läuft dort ein Chat zum Thema „Schule, Lernen und Zeugnisse in Pandemiezeiten – Auf der Suche nach ein bisschen Normalität und Routine“ in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf der Jugendseite (Registrierung 1 Stunde vorher). Im Chat geben erfahrene Fachkräfte Rat und Unterstützung. 

„Eltern und Kinder sollten gemeinsam herausfinden, wie Interesse und Freude am Lernen auch mit digitalen oder anderen neuen Lernformen geweckt werden können. Vielleicht liegt das Problem auch gar nicht allein an den schulischen Anforderungen, sondern die Familie befindet sich in einer belasteten Situation, die sich auf die schulischen Leistungen negativ auswirkt“, verdeutlicht die Ministerin die wichtige Annahme von professioneller Hilfe. Sie empfiehlt den Eltern zudem eine gelassene Reaktion, die das Kind in den Mittelpunkt stellt und nicht enttäuschte Erwartungen.

Unterstützung und Hilfe vor Ort leisten auch die 96 Jugendämter und die rund 180 Erziehungsberatungsstellen der bayerischen Kommunen. Auch stehen kostenlose Sorgenhotlines wie die „Nummer gegen Kummer“ des Deutschen Kinderschutzbundes unter 0800-1110333 (für Jugendliche) oder 0800-1110550 (für Eltern) zur Verfügung. Darüber hinaus berät die staatliche Schulberatung Schüler und Eltern (www.schulberatung.bayern.de). 

Kreisbote

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