Winterrunde abgebrochen und Regelwerk ergänzt

Verhaltener Jubel über Lockerungen: Tennis-Verband gehen Entscheidungen nicht weit genug  

Tennis
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Die Ankündigung, dass der Spielbetrieb wieder anlaufen kann, wird von den Tennisspielerinnen und Tennisspielern im Landkreis mit gemischten Gefühlen aufgenommen (Symbolbild).
  • vonFlorian Ladurner
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Landkreis - Der Jubel bei den Tennis-Sportlern über die in der vergangenen Woche beschlossenen Lockerungen, die Tennis im Freien ab 8.März und in der Halle frühestens ab 22.März erlauben, fiel verhalten aus. „Wir hätten uns natürlich im Sinne unserer Tennisvereine, Trainer und Hallenbetreiber eine deutlich weitergehende Öffnungsperspektive für den Tennissport gewünscht. Insbesondere wegen der weiterhin bestehenden Nicht-Öffnung der Tennishallen ist unsere Begeisterung über die aktuellen Beschlüsse deutlich gebremst“, erklärte BTV-Präsident Helmut Schmidbauer, der sich für den Tennissport etwas mehr erwartet hätte.

Allerdings gibt es nun eine Perspektive für alle Tennis-Begeisterten. „An der wir aber sicherlich in Abstimmung mit den politischen Verantwortungsträgern weiter arbeiten müssen“, ergänzte Schmidbauer. Wie für andere Sportarten auch gelten im Tennis je nach Inzidenz unterschiedliche Freigaben. Nach Veröffentlichung der 12. Bayerischen Infektionsschutzverordnung kann auch bei einer Inzidenz von über 100 unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen Tennis gespielt werden. „Dies ist in jedem Falle ein Erfolg und das Ergebnis der permanent geforderten Differenzierung für die Sportart Tennis“, urteilt Schmidbauer, der jetzt hofft, dass die Freiplätze, die normalerweise erst ab Anfang Mai bespielt werden, in diesem Jahr möglichst früh geöffnet werden.

Eine bittere Pille gab es für die Tennis-Sportler nach der letzten Woche aber auch zu schlucken. „Aufgrund der Entscheidungen durch Bund und Freistaat haben die BTV-Gremien beschlossen, die seit Anfang November ausgesetzte Winterrunde nun endgültig abzubrechen“, teilte der Verband seinen Vereinen mit. Zudem gibt es eine weitere Änderung im Punktspiel-Regelwerk des BTV. Die sogenannte „Hitzeregelung“ ermöglicht es nun, anstehende Matches zu verlegen, wenn extreme Temperaturen den Sportlern zu schaffen machen. Voraussetzung für eine Verlegung sind vorhergesagte Temperaturen am Spieltag von mindestens 36 Grad Celsius. Die Spielabsage muss bis spätestens 13 Uhr am Vortag erfolgen und kann auch ohne Einverständnis des Gegners in Anspruch genommen werden. Einen neuen Termin müssen beide Mannschaften bis spätestens zwei Tage nach der ursprünglichen Ansetzung in den Online-Spielbericht eintragen. 

Roland Halmel

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