Nur der Verkehr stört

Freute sich über offen ausgesprochenes Lob seiner Bürger: Werner Röslmair. Foto: Polster

Viel Lob und Beifall erntete Bürgermeister Werner Röslmair für seinen Rechenschaftsbericht auf der Bürgerversammlung im neu renovierten Haus der Vereine in Inning. Lediglich mit der Verkehrsentwicklung scheinen die Inninger nicht zufrieden. Vom Autobahnlärm belästigt fühlen sich über 1000 Anwohner. Sie haben nun diverse Lärmschutzmaßnahmen eingefordert.

Initiator einer Unterschriftensammlung war Robert Kaltenbrunner von der BI „Wir in Inning“. Die Liste, die 1039 Anwohner unterzeichnet haben, wurde auf der Bürgerversammlung an Bürgermeister Werner Röslmair übergeben. Gefordert werden unter anderem ein verlängerter Lärmschutzwall, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Höhe der Ortschaft und ein geräuscharmer Straßenbelag. Verständnis zeigte der Rathauschef; vermittelte aber wenig Hoffnung, dass sich etwas ändern werde. Anhand einer Aufstellung zählte er die zahlreichen Versuche auf, die Autobahndirektion mit ins Boot zu holen. Eine Antwort gab es Ende 2010. „Derzeit bestehen keine Aussichten auf Erfolg. Mittelfristig aber steht ein Ersatz der Asphaltdeckschichten an. Die Gemeinde Inning wird in die Planung mit eingebunden“, habe die Behörde lapidar mitgeteilt. Damit wollen sich Kaltenbrunner und seine Mitstreiter nicht zufrieden geben und jetzt direkt bei der Autobahndirektion vorstellig werden. Um die Lebensqualität der Anwohner der Hauptstraße sorgt sich die Bürgerinitiative „Inninger Bürger für weniger Durchgangsverkehr“. Wie berichtet, wurde die seit Jahren geforderte Umgehungsstraße von der Regierung von Oberbayern vom ersten Platz der Prioriätenliste auf Platz zwei verbannt. „Es gefällt uns nicht und empört uns, dass von oben herab einfach weggewischt wird, was bisher viel Arbeit und Aufwand bedeutete“, erklärte BI-Sprecher Walter Bube. In seinem offenen Brief an Innenminister Joachim Herrmann fordert er ihn auf, den Verantwortlichen für diese Entscheidung und eine glaubhafte Begründung für diese Maßnahme zu nennen. Zumal sich Bürger von Inning bereit erklärt hatten, in einer Arbeitsgemeinschaft und in Zusammenarbeit eine Optimierung der Trasse auf den Weg zu bringen. Was auch abgeschlossen wurde. Laut Regierung von Oberbayern wird die Umgehung nun erst wieder ab 2025 ins Gespräch kommen. Eine Garantie dafür, dass sie dann gebaut wird, gibt es nicht. Ganz aufgeben will Röslmair das Projekt nicht. Er signalisierte, dass man bereits im Gemeinderat über eine Alternativ-Lösung nachdenkt. Mehr dazu wollte er aber, um das Projekt nicht zu gefährden, zum Leidwesen einiger Versammlungsteilnehmer nicht preisgeben.

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