Eilantrag nach sieben Wochen abgewiesen

Verwaltungsgerichtshof lehnt Aufhebung des Tennisverbots ab - BTV-Präsident kritisiert Entscheidung

Tennis
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Das Tennisverbot im Landkreis bleibt bestehen. Ein Eilantrag des Bayerischen Tennisverbandes wurde unlängst abgewiesen (Symbolbild).

Landkreis - Die Hoffnung war da, dass sich die Tennisspieler die Rückkehr auf dem Platz einklagen. Jetzt kam es aber anders. Der Bayerischen Verwaltungsgerichtshof lehnte den Eilantrag des Bayerische Tennisverband (BTV) das wegen der Corona-Pandemie verhängte Tennisverbot aufzuheben ab.

„Wir sind über dieses Urteil und insbesondere über die Urteilsbegründung sehr enttäuscht und verärgert“, teilte der streitbare BTV-Präsident Helmut Schmidbauer danach mit. „Wenn die praktisch nicht vorhandene Infektionsgefahr des Tennissports keine Rolle spielt, wenn die Bewertung des Infektionsrisikos an sich bei Verbotsmaßnahmen keine maßgebliche Rolle mehr spielt, ist die Grundlage für eine aus unserer Sicht notwendige individuelle Betrachtung der Infektionsschutzmaßnahmen außer Kraft gesetzt und jegliche Willkür wäre juristisch gedeckt“, meinte Schmidbauer. Kritisch beurteilte der BTV-Präsident zudem die lange Zeit von der Einreichung des Antrags Anfang Dezember bis zur Entscheidung Ende Januar.

„Dass sich ein oberstes bayerisches Gericht in einem Eilverfahren für einen sofortigen Rechtsschutz mehr als sieben Wochen Zeit lässt, dabei andere und später eingegangene Verfahren wie die Aufhebung des landesweiten Alkoholverbotes oder die 15-Kilometer-Regel vorzieht, um dann in seiner Entscheidung in wenigen Zeilen seinen Beschluss zu begründen, ist niederschmetternd“, bekannte Schmidbauer. Ungeachtet dieses Urteils pocht der BTV aber weiterhin auf die Öffnung der Tennis-Anlagen und verweist dabei auf andere Bundesländer wie Hessen oder Niedersachsen, in denen der weiße Sport nahezu in Normalform ausgeübt werden darf. „Die entsprechenden Hygiene- und Sicherheitsrichtlinien liegen längst vor und wurden bereits im Sommer erfolgreich umgesetzt. Uns ist kein einziger Fall einer Corona-Ansteckung auf einer Tennisanlage bekannt“, erklärte Schmidbauer abschließend.

Roland Halmel

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