Viel Arbeit, die sich lohnt

Im Oktober 2013 findet der nächste Petö-Weltkongress in München und Starnberg statt - sehr zur Freude von Peter von Quadt und seinem Verein FortSchritt. Foto: Polster

Seinem Ziel, die Petö-Methode weltweit bekannt zu machen, ist Peter von Quadt einen Schritt näher gekommen. Für Oktober 2013 hat FortSchritt in Zusammenarbeit mit der Münchner Pfennig-Parade den Zuschlag erhalten, den nächsten Petö-Weltkongress in München und Starnberg auszurichten.

Die Begeisterung war kaum zu überhören. Noch über die Internetverbindung Skype teilte Peter von Quadt live aus Hongkong mit, dass der nächste Weltkongress im Oktober 2013 in Deutschland ausgerichtet wird. Der Gründer des Vereins FortSchritt in Niederpöcking setzt sich seit 15 Jahren für die Petö-Methode ein, nach der Kinder mit cerebralen Lähmungen behandelt werden. Das Rezept ist so einfach wie auch erfolgreich. Statt die Betroffenen von Therapeut zu Therapeut zu schleppen, werden die Kinder und Jugendlichen in vertrauter Umgebung rund um die Uhr von ein und derselben Person betreut. Die so genannten Konduktoren erhalten über viel Jahre im Petö-Institut in Budapest eine auf alle Bereiche zugeschnittene Ausbildung. „Ich kann es noch gar nicht glauben, dass wir es geschafft haben. Es kommt zwar viel Arbeit auf uns zu, aber es lohnt sich auch“, freute sich Peter von Quadt. Anfang Dezember fand der Weltkongress in Hongkong statt, zu dem auch Peter von Quadt mit Sohn Simon eingeladen war. Insgesamt haben rund 600 Menschen aus aller Welt, davon 60 behinderte Kinder und Jugendliche, teilgenommen. „Am wichtigsten für uns war, dass mittlerweile erkannt worden ist, dass es keine abgeschwächte Petö-Therapie gibt und dass ein Erfolg nur dann eintritt, wenn sich die Betreuer behinderter Kinder in Ungarn nach den Vorgaben des Arztes Andràs Petö zu Konduktoren ausbilden lassen. In China gibt es zwar seit 20 Jahren die Petö-Methode. Künftig aber sollen auch die chinesischen Konduktoren eine dreijährige Ausbildung am Petö-Institut in Ungarn absolvieren.“ Simon von Quadt, der seit seiner Geburt vor 25 Jahren an einer spastischen Lähmung leidet, zeigte sich begeistert von den chinesischen Veranstaltern. Insbesondere kümmerten sich die Damen aufopfernd um ihn und lobten sein hervorragendes Englisch. „Es war zwar anstrengend. Besonders der lange Flug. Aber es hat mir gut gefallen“, sagte Simon. Zurück in Deutschland freut auch er sich auf den Weltkongress in München und Starnberg, um aus erster Hand von seinen Erfahrungen zu berichten.

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