Viele Azubi-Stellen im Landkreis noch unbesetzt - Schwarz appelliert an Jugendliche

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Das Azubi Plus-Magazin des Starnberger Kreisboten gibt unter anderem hilfreiche Tipps, wie man sich für eine Lehrstelle richtig bewirbt.

Landkreis - Zum Beginn des Ausbildungsjahres fangen im Landkreis Starnberg 231 Jugendliche und junge Erwachsene eine Berufsausbildung in Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen an. Laut Zwischenbilanz der IHK für München und Oberbayern ist die Zahl der Vertragsabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent zurückgegangen. 

„Die sinkende Zahl an Schulabgängern wie auch die Auswirkungen der Coronakrise, vor allem der Stillstand in den Unternehmen während des Lockdowns, sind im Ausbildungsbereich deutlich zu spüren", sagt Ingo Schwarz, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Starnberg. 

"Viele Vertragsabschlüsse haben sich verzögert oder kommen erst jetzt nach der Sommerpause zustande. Zahlreiche Betriebe suchen weiterhin händeringend nach Azubis, weswegen wir noch bis Ende Oktober mit vielen Neuverträgen rechnen. Grundsätzlich ist der Start in eine Ausbildung in Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb das ganze Jahr über möglich“, so Schwarz.

Laut einer aktuellen Umfrage, die dem Starnberger IHK-Regionalausschuss vorliegt, geben mehr als 75 Prozent der oberbayerischen Ausbildungsbetriebe an, dass die Ausbildung unter normalen Bedingungen verläuft.

 Gut ein Drittel der Betriebe ermöglicht seinen Azubis beispielsweise auch das Arbeiten im Homeoffice. „Auch wenn in vielen Betrieben – insbesondere im Tourismus, in der Hotellerie und Gastronomie, in der Eventwirtschaft oder auch im Einzelhandel – die Bewältigung der Corona-Krise an erster Stelle steht, wissen die Unternehmen, dass sie sich mit eigenem Fachkräftenachwuchs bestmöglich für die Zukunft aufstellen“, betont Schwarz.

Laut Arbeitsagentur sind derzeit noch 242 Ausbildungsplätze im Landkreis unbesetzt, darunter auch Lehrstellen im Handwerk und in den freien Berufen. Diesen freien Stellen stehen 128 als unversorgt gemeldete Bewerber gegenüber (Stand: Juli 2020). 

Rein rechnerisch stehen damit jedem Bewerber fast zwei Lehrstellen zur Auswahl. Schwarz ermutigt deshalb bislang erfolglose oder noch unentschlossene Schulabgänger, sich weiter für eine Ausbildung zu bewerben. 

„Unser Ziel ist es, dass trotz aller aktuellen Schwierigkeiten jeder ausbildungswillige Schulabgänger auch im Landkreis Starnberg einen Ausbildungsplatz erhält.“, so der Vize des IHK Regionalausschusses Starnberg.

 Zu den Top-Ausbildungsberufen im Landkreis gehören die Industriekaufleute, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie die Kaufleute im Einzelhandel. Bei den Mädchen ist der Beruf als Kauffrau für Büromanagement am beliebtesten, bei den Jungen führt der Verkäufer die Rangliste an. Insgesamt absolvieren im Landkreis junge Männer und Frauen eine Ausbildung in 57 Berufen.

Mehr Informationen zu aktuellen Lehrstellen im Landkreis Starnberg gibt es auch im neuen AZUBI+ Magazin des Starnberger Kreisboten. Das regionale Ausbildungsmagazin informiert auf 27 Seiten über den Stellenwert einer Ausbildung, die damit verbundenen Karrierechancen und gibt Tipps für eine gelungene Bewerbung. Darüber hinaus stellen sich auch örtliche Unternehmen vor und bieten passende Auszubildendenangebote an.

 Mehr Infos dazu im Internet unter www.azubiplus.de oder auf Facebook unter www.facebook.de/azubiplusmagazin


Von Kreisbote

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