Die Luft für die Amateur-Fußballer wird dünner

Viele Fragezeichen wie und ob Fußball-Saison im Landkreis Starnberg zu Ende gespielt werden kann

Fußball Landkreis
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Die Fußballer, wie hier die Oberaltinger in der Kreisliga, müssen sich weiter in Geduld fassen.

Landkreis - Die politische Entscheidung den Lockdown bis in den März zu verlängern, hat nun auch unmittelbare Auswirkungen auf den Fußball in der Region. „Da sich der Lockdown verlängert hat und es weiter unklar ist, wie es mit der unterbrochenen Saison weitergehen kann, habe ich alle Spiele der Kreisliga 1+2, der Kreisklasse 4, der A-Klasse 7+8, der B-Klasse 8 sowie der C-Klasse 7+8 komplett abgesetzt“, teilte Heinz Eckl, der Kreisspielleiter Zugspitz, den Vereinen in einem Schreiben mit.

„Ich kann euch aktuell nicht sagen, wie es weitergeht mit der Meisterschaft, dem Ligapokal, dem Totopokal und wann man wieder auf den Trainingsplatz darf“, zeigte sich Eckl angesichts der Beschlüsse, in denen der Sport nicht erwähnt wurde, ziemlich ratlos. Erst am 3.März, wenn die bayerische Staatsregierung auch über den Amateursport sprechen will, erwartet sich der Altenstadter mehr Klarheit, wie es weitergehen kann.

„Sollte dann eine Freigabe kommen, wird sich der Vorstand/das Präsidium damit beschäftigen und die weiteren Rahmenbedingungen (Start Testspiele/Punktspiele, Ligapokal, Saisonende Verbandsligen) festlegen“, skizziert Eckl die weitere Vorgehensweise. Je nachdem was entschieden wird, rechnet er allerdings mit nur noch geringem Spielraum was die Durchführung der restlichen Spiele angeht. „Im Kreis haben wir dann für das Saisonende vielleicht noch eine Woche Luft,“ betont Eckl dabei das „vielleicht“, wobei er den Start des neuen Spieljahrs am 1.Juli im Hinterkopf hat. „Man darf nicht vergessen, dass wir in der Kreisliga eine kreisübergreifende Relegation haben und für die neue Saison brauchen die Vereine auch etwas Zeit, um einiges zu regeln“, gibt Eckl zu Bedenken.

Was die Länge einer möglichen Vorbereitungszeit angeht, die den Vereinen nach Ende des Lockdown zugestanden wird, fischt der Kreisspielleiter auch noch im Trüben. „Wir Spielleiter haben auf diese Entscheidung keinen Einfluss, wir haben aber darauf aufmerksam gemacht, dass sie nicht zu kurz sein darf, aber eine gewohnte Zeit von sechs bis sieben Wochen kann ich mir persönlich nicht vorstellen“, meint Eckl, der mit diesen mehr als unsicheren „Rahmenbedinungen“ an die Planung der restliche Spiele gehen muss. „Bitte stellt euch drauf ein, dass wir möglicherweise die restlichen Spiele nicht in der normalen Reihenfolge spielen, sondern das auch mal ein Spieltag vorgezogen oder nach hinten gelegt werden muss“, stimmt Eckl die Vereine auf Flexibilität ein, um in den verbleibenden Partien noch ein paar gemeinsame Heimspiele der ersten und zweiten Mannschaften unterbringen zu können. „Letztlich dürfte es egal sein, wann man gegen wen spielt, wichtig wäre es, dass wir die Meisterschaft komplett zu Ende bringen - und das hat immer noch Priorität vor dem Ligapokal“, führt Eckl aus. Was die Absage dieses Zusatzbewerbs angeht, hat sich indessen nichts geändert.

„Den Ligapokal komplett absagen kann aktuell nur der Vorstand, der Kreis ist dazu nicht befugt“, stellt Eckl klar. Abschließend zeigt er sich in seinem Schreiben auch selbstkritisch. „Im Nachhinein wäre es ganz einfach gescheiter gewesen, noch zwei Meisterschaftsrunden in 2020 mehr zu spielen, aber wie so oft im Leben ist man hinterher immer schlauer als vorher“, räumt Eckl ein, dass es hier Verbesserungspotenzial gegeben hätte. „Wir alle sind in einer für uns nie dagewesenen Situation, das kannten wir alles nicht,“ sagt Eckl zum Coronavirus, dem „Überfall des Unsichtbaren“. Trotzdem richtet er seinen Blick nach vorne, der allerdings nicht besonders optimistisch ausfällt. „Wir müssen ganz sicher mit heißer Nadel das Restprogramm stricken und wenn wir das nicht dürfen, schwinden die Chancen auf eine reguläre Beendigung der Saison, so ehrlich muss man dann auch sein.“

Roland Halmel

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