Viele wichtige Themen

Besucherrekord: So viele Pöckinger wie noch nie - nämlich gut 300 - drängten bei der diesjährigen Bürgerversammlung in den Saal der Turnhalle, um den Rechenschaftsbericht von Rathauschef Rainer Schnitzler an zu hören. Grund für den Andrang: Erstmals hatte die Gemeinde Flyer per Postwurfsendung an die Haushalte verteilt, in denen die wichtigen Themen aufgelistet waren – und das waren eine ganze Reihe – vom Projekt Betreutes-Wohnen/Einhemischenmodell über den Stand in punkto Handwerker- und Gewerbehof bis zum Haus der „Bürger und Vereine“ am Sportpark oder die Sanierung der Grundschule und die Dorferneuerung Aschering.

Für jeden gut verständlich aufbereitet und plakativ – mit entsprechenden Plänen und Fotos zum jeweiligen Thema am Beamer - brachte Pöckings Bürgermeister seine Bürger auf den neusten Stand bei den derzeit laufenden Projekten in der Gemeinde. So ist der früheste Einzugstermin für das Betreute Wohnen am Ascheringer Weg wohl erst im Jahr 2013 möglich. Auf dem gut zwei Hektar großen Areal sind laut dem Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs 42 betreute Wohnungen für Senioren mit 45 bis 75 Quadratmeter möglich inklusive Sozialstation mit Aufenthaltsraum. Außerdem wäre Platz für zehn Wohnungen für Familien mit 72 bis 88 Quadratmeter sowie für 34 Häuser (als Einzelhäuser oder Hausgruppen), die zu rund zwei Dritteln im Einheimischenmodell vergeben werden. Diese Grundstücke und die darauf zu entrichtenden Reihenhäuser und Doppelhäuser sind so bemessen, dass sie sich auch gerade Familien mit einem „nicht so hohem Einkommen“ leisten können (Grundstücksgrößen Einfamilienhaus rund 140 bis 270 Quadratmeter; Wohnfläche Reihenhaus mit vier Zimmern rund 100 Quadratmetern; Wohnfläche Doppelhaushälfte mit fünf Zimmern rund 110 Quadratmeter). Nach Infos, wie schwierig es ist, ein geeignetes Areal für den lang ersehnten Handwerker- und Gewerbehof zu finden sowie Ausführungen zum geplanten „Bürgerhaus“ – hier wird gerade eine Strukturuntersuchung für die Erweiterung des Sportparks erstellt- hatten die Bürger das Wort. Einer wünschte sich eine Druckampel am Raiffeisenplatz, ein anderer fand die Straßenbeleuchtung in Aschering „modern statt historisch“ sei. Letzter schlug auch vor, mit einem großen Fest die Überwindung der Pest vor 375 Jahren zu feiern. Eine Pöckingerin beschwerte sich, dass der Parkplatz am Sportpark als Abstellplatz für Lkw und Busse missbraucht wird. Frustriert äußerten sch einige auch über die Missstände beim S-Bahn-Verkehr. Ständig gebe es Verspätungen oder die Züge endeten einfach in Starnberg. Ein Bürger plädierte künftig auch alternative Bestattungen zuzulassen, wie „Urnen unter Bäumen“ bei zu setzen. Finanziell steht die Gemeinde Pöcking im übrigen trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise noch recht gut da. Statt eines Einbruchs bei den Gewerbesteuereinnahmen kann die Gemeinde bis zum Jahresende voraussichtlich sogar ein kleines Plus verbuchen. Statt der veranschlagten 17,35 Millionen Euro Einnahmen, werden es wohl 18,1 Millionen Euro werden. Rücklagen hat die Gemeinde am Jahresende voraussichtlich 49 Millionen Euro (statt der veranschlagten 44 Millionen Euro). Hintergrund: Die höheren Einnahmen sowie verschobene Grundstückskäufe). Das Geld kann Pöcking jedenfalls gut brauchen: „Wir haben ja viel vor. Da ist es gut, wenn etwas Geld da ist“, so der Bürgermeister.

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