Vielfalt und Teilhabe

Aktionstage im Landkreis Starnberg

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Zu den diesjährigen Aktionstagen unter dem Motto "#MissionInklusion" gibt es ein vielfältiges Programm.

Landkreis – Inklusion: Ein Thema das bei vielen Menschen immer noch auf taube Ohren stößt. Dabei ist es so unheimlich wichtig. Inklusion bedeutet, dass es ganz normal ist, dass jeder Mensch dazu gehört und bei allem mitmachen kann.

Genau um dieses Thema geht es bei den diesjährigen Aktionstagen, die der Landkreis schon seit 1993 veranstaltet. Unter dem Motto: „#MissionInklusion – Die Zukunft beginnt mit Dir“ werden dieses Jahr 15 Veranstaltungen vom 28. April bis zum 11. Mai stattfinden. 

Das deutschlandweite Projekt entstand vor über 20 Jahren rund um den 5. Mai, den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Die Aktion Mensch gibt jährlich das Motto vor und unterstützt die Teilnehmer finanziell. Die ARGE – Arbeitsgemeinschaft für Behindertenfragen und der Behindertenbeauftragte des Landkreises, Maximilian Mayer, haben dazu ein ansprechendes Programm mit 3 Großaktionen entwickelt. „Es ist ein Novum, dass dieses Jahr in jeder Gemeinde etwas stattfindet und das Programm ist so umfangreich wie noch nie.“, freut sich Petra Veronika Seidl vom Caritasverband. 

Die 3 Großaktionen im Landkreis

Am 28. April bildet ein Filmmatinee den Auftakt. Die Komödie „All inclusive“ wird um 11 Uhr im Kino Breitwand in Gauting gezeigt. Der Film ist sehr fröhlich und bunt gestaltet, dauert knapp eine Stunde lang und ist eine „leichte Kost für den Sonntagnachmittag“, so Ruth Habesreiter von der offenen Behindertenarbeit. 

Ab dem 29. Mai startet eine Lesereise quer durch den Landkreis, bei der teilweise Personen aus dem öffentlichen Leben, sowie die Autoren selbst aus verschiedenen Büchern lesen. Die Reise dauert bis zum 11. Mai an und es ist für jede Altersgruppe etwas dabei. Bei der Lesereise werden Texte und Themen wie zum Beispiel Demenz, bipolare Störung oder einfache Sprache für alle Altersgruppen vorgelesen und behandelt.

Den Abschluss bildet der Gilchinger Umwelttag am 11. Mai, auf dem ein Rollstuhlparcours aufgebaut wird. „Es ist fast so bunt und vielfältig wie wir uns die Inklusion selbst wünschen.“, so Seidl zu dem Programm. 

Genaue Termine zu der Lesereise

29. April, Weßling, 14.30 Uhr im Kinderhort Hochstatt, Dorfstraße 2:  Lesung von Anja Janotta, Autorin und freie Journalistin, aus ihrem Kinderbuch „Linkslesestärke oder Die Sache mit dem Borten und Wuchstaben". Es geht um ein Mädchen mit Lese- und Rechtschreibschwäche. Dies ist eine geschlossene Veranstaltung für alle Kinder und Eltern aus dem Hort.

29. April, Wörthsee, von 19 bis 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses, Seestraße 20: Max Dorner, Autor, Aktivist, Thatermacher und selbst Rollstuhlfahrer, liest aus dem Buch „Steht auf, auch wenn ihr nicht könnt!". Das Buch handelt von Behinderungen aller Art und was man daraus macht. 

2. Mai, Pöcking, von 9.50 bis 11.15 in der Grundschule Pöcking: Unterrichtsstunde mit Nico Wunderle,Sozialarbeiter und selbst Rollstuhlfahrer, zu den Themen „Anders sein" „Inklusion", „Behinderung" und „Vielfalt" mit Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klasse. Dies ist eine geschlossene Veranstaltung für die Kinder der Schule.

2. Mai, Herrsching, 19 Uhr in der Gemeindebücherei, Madeleine-Ruoff-Str. 4a: Teja Bernardy, freier Autor, liest aus dem Buch „Auch dabei". Eine Erzählung zum kindlichen Umgang mit Behinderten. 

3. Mai, Tutzing, von 18.30 bis 20 Uhr in der Gemeindebücherei Tutzing, Kirchenstraße 9: Wolfram Völzke, Dozent für Sprecherziehung, liest aus Klassikern der Weltliteratur, wie zum Beispiel „Moby Dick" oder „In 80 Tagen um die Welt". Bei dieser Lesung wird die schwere der einfachen Sprache gegenüber gestellt.

4. Mai, Krailling, von 10.30 bis 12 Uhr in der Gemeindebibliothek Krailling, Margaretenstraße 53a: Stephanie Lichtenberg von der kommunalen Jugendarbeit liest aus dem Kinderbuch „Irgendwie Anders" vor. Das Kinderbuch handelt vom Anderssein. Die Veranstaltung ist für alle Kinder ab sechs Jahren. Gerne zusammen mit ihren Eltern.

5. Mai, Berg, 11 Uhr in der Buchhandlung „Schöner lesen", Grafstraße 26: Zuhal Soyhan, Autroin und BR-Redakteurin, liest aus ihrem Buch „Ungebrochen", in dem es um ihre Glasknochenkrankheit geht. 

6. Mai, Andechs, von 14.30 bis 16 Uhr im Haus Erling, Herrschinger Str. 5: Petra Fontana von der Fachstelle für Senioren am Landratsamt, liest aus dem Buch „Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich". 

7. Mai, Gauting, von 19.30 bis 21 Uhr in der Buchhandlung Kirchheim, Bahnhofstraße 30: Florian Schwarz vom Bayerischen Rundfunk liest aus dem Buch „Die Welt im Rücken". Bei dieser Veranstaltung geht es um die Krankheit bipolare Störung. 

7. Mai, Inning, von 15 bis 17 Uhr in der Inninger Bücherei, Herrschinger Str. 3: Bürgermeister Walter Bleimaier liest aus dem Buch „Abenteuer in Gebärdensprache: Max und Paul lernen tauchen". Der Text wird in Gebärdensprache übersetzt und die Teilnehmer dürfen die Gebärdensprache selbst ausprobieren. Es wird auch Gebärdenmemory gespielt und ein Lesezeichen gebastelt. Am Ende bekommt jeder eine Überraschung. 

8. Mai, Feldafing, von 17 bis 18 Uhr in der Gemeindebücherei Feldafing, Schluchtweg 9b: Mitarbeiter der Lebenshilfe lesen aus dem Buch „Wieder so ein Tag", in dem es um -wie die Autorin sagt - besondere Menschen geht. 

9. Mai, Starnberg, 19.30 Uhr in der Buchhandlung Bücherjolle, Kirchplatz 3: Bekannte Autoren und Sprecher lesen unter dem Motto „Einfache Sprache macht Lesen leichter" aus verschiedenen Büchern in leichter Sprache. 

10. Mai, Seefeld: Johannes Steck, Schauspieler, Sprecher und Produzent von Hörbüchern und Hörspielen, liest aus Kinderbüchern in einfacher, barrerefreier Sprache. Die Veranstaltung ist für alle Kinder und Eltern aus dem Hort

Die Veranstaltungen sollen die Basis für ein Kennenlernen, sowie einen Austausch sein und einen neuen Blick für das Thema schaffen. Wenn vieles barrierefrei – sowohl im räumlichen, als auch im sprachlichen –gestaltet wird, fällt die Behinderung weg, die die Teilnahme oftmals verhindert. Und genau das ist es, was Inklusion will: Vielfalt und Teilhabe.

Von Lisa Livancic

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