Miteinander fördern

Vorgestellt: Inklusives Wohn- und Arbeitsprojekt im Landkreis

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Die Vorstände des Participes e. V. (v.l.n.r.): Roland Althammer (Kommunikation für kreative Nachhaltigkeit ), Rike Everding, Martin Scheidel (WG Koordinator und Jugendcoach), Philipp Everding (Mitbewohner der WG und auf Praktikumssuche).

Landkreis -Menschen mit Beeinträchtigung ein selbstbestimmtes Leben und eine erfüllende Arbeit zu ermöglichen, dafür engagiert sich der neu gegründete Verein Participes e. V. im Fünfseenland. Er hat es sich zum Ziel gesetzt Begegnungspunkte für Personen mit und ohne Behinderung zu schaffen in inklusiven Wohngemeinschaften und lokalen Betrieben.

Das Engagement von Participes e. V. konzentriert sich auf Inklusion in der Region und die Förderung eines selbstverständlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Im Fokus steht dabei insbesondere das selbstorganisierte Wohnen und Arbeiten sowie die soziale Förderung. Das Projekt wird von Max Mayer, dem Behindertenbeauftragten des Landkreises Starnberg, unterstützt, weil dieser konkrete Aufgabenbereich auch im Aktionsplan für Menschen mit Behinderung des Landkreises Starnberg festgeschrieben ist. Er betont „Menschen mit Behinderung müssen, wie jeder andere auch, die Möglichkeit haben frei zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen und welcher Arbeit sie nachgehen möchten“.

Einige Erfolge kann sich der Verein bereits auf die Fahnen schreiben: So wurde in Herrsching die erste inklusive Wohngemeinschaft für zwei Mitbewohner mit und zwei Mitbewohner ohne Beeinträchtigung gegründet. Mit BioWelt in Herrsching fand der Verein einen ersten Arbeitgeber.

Jetzt geht es darum, weitere Häuser für inklusive Wohnprojekte zu mieten. Auch die Suche nach regionalen Unternehmen, die bereit sind, Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz zu geben, geht weiter. Für die Zukunft sind inklusive Freizeitaktivitäten, Veranstaltungen und die Schaffung von Treffpunkten für Menschen mit und ohne Behinderung in Planung. Rike Everding, die Initiatorin und Mitgründerin des Vereins, kennt den täglichen Kampf um Inklusion, Integration und Teilhabe aus nächster Nähe. Ihr Sohn Philipp hat das Williams Beuren Syndrom und gilt damit als Mensch mit Behinderung. „Es muss normal werden, dass Menschen aller Art zusammen agieren. Wir haben doch alle ein Recht auf Glücklich sein“, so Everding.

Fragen zum Aktionsplan für Menschen mit Behinderung des Landkreises Starnberg beantwortet Max Mayer unter 08151 148-682 oder per E-Mail an aktionsplan@lra-starnberg.de.

Von Kreisbote

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