Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk

„Für uns ist heute schon Weihnachten“, sagte Peter von Quadt, Vorsitzender des Vereins FortSchritt in Niederpöcking. Anlass der Freude war die Übergabe einer Spende in Höhe von 200.000 Euro zugunsten des neuen Kinderhauses am Höhenweg im Starnberger Ortsteil Söcking. Wie berichtet, soll dort im ehemaligen Gebäude des Bundesnachrichtendienstes ein Domizil für behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche eingerichtet werden. Der Kaufpreis von rund 800.000 Euro konnte über Kredite finanziert werden. „Nun geht es an den kindgerechten Umbau“, sagt von Quadt. „Wir brauchen 2,1 Millionen Euro.“

Einen ersten Baustein legte die Althof-Stiftung mit 200.000 Euro. Sie wurden durch Althof-Geschäftsführer Eberhard Nowak und Ehefrau Gerdy im Beisein von Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger übergeben. Nowak betonte, dass es ganz im Sinne des Stifters Willi Althof sei, Projekte für Kinder, insbesondere dann, wenn sie behindert sind, zu fördern. Der Damenbekleidungshersteller Willi Althof war seinerzeit beseelt davon, München als Modestadt zu etablieren. Er prägte auch den Slogan „München macht Mode“. Nach seinem Tode hinterließ er ein Vermögen von 100 Millionen Mark, das 1993 in die nach ihm benannt Stiftung überging. „Da Willi Althof die Maxime hatte, tue Gutes und rede nicht darüber, ist in der Öffentlichkeit wenig über seine guten Taten bekannt“, betonte Nowak. „Ich freue mich natürlich, dass durch diese Spende wieder ein weiterer Schritt in Richtung Kinderhaus getan werden kann“, betonte Pfaffinger bei der Spendenübergabe im Rathaus. Für Starnberg sei das Projekt allemal eine Bereicherung. „Wir haben sehr viele junge Familien mit Kindern und brauchen deshalb auch entsprechende Einrichtungen.“ Von Quadt wusste von 100 Kindergarten- und Krippenkindern, die in Starnberg auf der Warteliste stehen. Das FortSchritthaus soll im Laufe eines Jahres als „integratives und ökologisches Haus“ entstehen. Geplant ist eine Ganztagsbetreuung für etwa 50 Kinder von sechs Monaten bis zu zwölf Jahren. „Dadurch können unsere Kinder von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort durchgehend in ihrem Haus und bei ihren Freunden bleiben. Für behindere Kinder ist es ein wichtiges Kriterium, sich in vertrauter Umgebung wohl zu fühlen“, sagt von Quadt. Architekt Günter Greger aus Pöcking, der die Bauleitung übernommen hat, rechnet mit der Fertigstellung des Umbaus bis Ende 2010. „Die Statik und den Brandschutz haben wir durch. Jetzt geht es weiter“, sagte er. Näheres zu FortSchritt gibt es unter www.fortschritt-starnberg.de.

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