Waldkreuzung

Der Anfang ist gemacht

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Starnberg/Gauting – Sie haben begonnen – die Bauarbeiten für den Kreisel an der „Waldkreuzung“ sollen bis zum ersten Schnee, beziehungsweise bis Ende November abgeschlossen sein.

Zu viele Unfälle in der Vergangenheit: Die Waldkreuzung muss dringend der aktuellen Verkehrslage angepasst werden. Der Kreistag machte im Frühjahr 2014 den Weg für einen Kreisverkehr in Richtung Gilching, Hausen bei Gauting und Hadorf frei (wir berichteten), die Waldbesitzer und die Planungsbehörden zogen mit und so konnte am Mittwoch mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Wenn alles gut läuft, können wir Mitte August 2015 anfangen“, erinnerte Landrat Karl Roth an die Vorgaben der Kreispolitik. „Und jetzt stehen wir hier.“ Auch der Leiter des Weilheimer Straßenbauamtes, Michael Kordon, nannte die Kürze der Planungszeit vorbildlich. „Wenn das innerhalb eines Jahres so läuft, ist das ideal“, bescheinigte Kordon der Runde, die sich an der „Noch-Waldkreuzung“ (Roth) zum Baubeginn eingefunden hatte. Der Kreisel wird einen Durchmesser von 40 Metern haben und rund 700.000 Euro kosten, was wiederum in kommunaler Sonderbaulast finanziert wird. Vorteil: Der Kreis erhält einen rund 50-prozentigen Zuschuss vom Freistaat und die Arbeiten können sofort beginnen. Die Starnberger Bürgermeisterin Eva John hob die verkehrspolitische Bedeutung des Projekts hervor. Für die Starnberger Rathauschefin ist der Bau des Kreisels an der Waldkreuzung der Anfang für eine Verkehrsentlastung der Stadt. Denn mit dem Bau der Westumfahrung in Richtung Maxhof bekommt der Kreisel an der Waldkreuzung nachträglich noch einen Bypass verpasst, der den Verkehr von der A96 (München-Lindau) zur A95 (München-Garmisch), beziehungs- weise von Gilching in Richtung Weilheim an der Kreisstadt vorbeiführen soll. Vor allem der dichte Verkehr auf der Hanfelder Straße soll so entzerrt werden. „Unser Ziel ist es, dass nicht mehr alle die Hanfelder Straße hinunterrauschen“, sagte John. Sie versicherte an die Adresse von Landrat Roth, die Stadt Starnberg wolle zügig mit ihren Planungen nachziehen. „Heute haben wir dem Landkreis den Vortritt gelassen.“ Dem Straßenbauer Michael Kordon wäre es am Liebsten, man könnte die vier Äste der Kreuzung während der Bauzeit abschneiden und für den Verkehr sperren. „Dann könnten wir – ratzfatz – völlig ungestört arbeiten“, so Kordon. Was aber nicht geht. Er versprach, die Behinderungen für den Auto- und Lkw-Verkehr möglichst gering zu halten. Lediglich die Abfahrt in Richtung Hausen wird für die Dauer der Bauarbeiten gesperrt. Und der Gautinger Vize-Bürgermeister Jürgen Sklarek hob die Bedeutung des Kreisverkehrs für seine Kommune hervor: „Endlich wird dieser Unfallschwerpunkt beseitigt. Der Kreisel ist eine gute Lösung.“ po

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