Walter wirbt für Schulstandort Gilching

Bürgermeister Manfred Walter (r.) erläutert seine Ideen von einer „Bildungsgemeinde Gilching“ bei einer Veranstaltung der Orts-SPD. Foto: Polster

Der Antrag auf  eine „schnelle Beauftragung für eine Schulbedarfsanalyse im Landkreis Starnberg“ sei bereits im Kreistag gestellt, sagte Bürgermeister Manfred Walter auf einer SPD-Veranstaltung in Gilching. Gemeinsam mit der Kreis-SPD hofft er in seiner Funktion als SPD-Mitglied im Ortsverein Gilching, einen modernen Schulstandort in der Gemeinde etablieren zu können.

Auf einer Info-Veranstaltung im Schützenhaus, an der rund 60 Lehrer, Eltern und interessierte Bürger teilnahmen, erörterte Walter die Nachteile des jetzigen Schulsystems. Da die aufbauenden Fach- (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) im Landkreis Starnberg fehlen, würden viele Eltern ihre Kinder nach der vierten Klasse Grundschule lieber auf ein Gymnasium schicken, als die Mittelschule zu wählen, betonte Walter.  „Die Folge davon ist, dass die Kinder diesem Druck nicht standhalten und nach der sechsten Klasse frustriert das Gymnasium verlassen.“ Walter bekräftigte außerdem seinen Standpunkt, ein zweites Gymnasium am Standort Herrsching bringe mehr Nachteile, als dass es nützt. „Es ist eine reine Verschwendung von Steuergeldern, weil es weit intelligentere Lösungen gibt“, sagte er. Wie berichtet, regte Walter an, im künftigen Erweiterungsbau der Realschule in Herrsching eine Dependance des Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasiums unterzubringen und in den frei werdenden Räumen des Gymnasiums in Gilching eine Zweigstelle der Herrschinger Realschule aufzumachen. „Zwei Schulen unter einem Dach hat sich wiederholt bewährt. Nur die Schulleiter sehen momentan bei diesem Modell noch große organisatorische Schwierigkeiten und sind eher dagegen, als dafür. Es braucht noch etwas Überzeugungsarbeit.“ Dass sich das Kultusministerium mit der Idee anfreunden könnte, davon ist Walter überzeugt. „Es würde weit weniger kosten, als der Bau eines neuen Gymnasiums.“ Doch Walters Konzept sieht mehr vor, als eine Umstrukturierung der zwei Einrichtungen. „Was im Landkreis fehlt, ist eine FOS und ein BOS. Gilching wäre der ideale Standort“, erläuterte er. Wobei es mindestens drei geeignete Flächen gäbe. Auf der Gilchinger Glatze, hinter dem neuen Rathaus anstelle des ad acta gelegten Bürgerhauses und ein Grundstück an der Landsberger Straße, das jetzt noch von der Straßenmeisterei genutzt wird. „Wir könnten das Grundstück mit einer Fläche im Gewerbegebiet Süd tauschen, was auch im Sinne der Straßenmeisterei wäre“, sagte Walter. Mit Grundschule, Mittelschule, Zweigstelle Realschule, Gymnasium und FOS und BOS würden künftig sämtliche Bildungswege zur Auswahl stehen. „Bildungsgemeinde Gilching. Das ist ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt“, schloss Walter.

Auch interessant

Meistgelesen

"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
Klinikum Starnberg: Telemedizinische Anbindung mit NIDA
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
ASTO-Erfolgsgeschichte geht weiter: Richtfest für Marriot Hotel
Die Pläne für den "Alten Wirt" erfordern einen Bebauungsplan
Die Pläne für den "Alten Wirt" erfordern einen Bebauungsplan

Kommentare