Wider den EU-Wasser-Privatisierungsplänen

Neuer Name, altes Ziel

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Im Unterbrunner Holz (Pfeil) liegen unter anderem die Brunnen des Zweckverbands Großräumige Wasserversorung Landkreis Starnberg.

Landkreis – Mit der Umbenennung des Zweckverbands Großräumige Wasserversorgung Landkreis Starnberg in „Wassergewinnung Vierseenland gKu“ soll unter anderem den Privatisierungsplänen der EU vorgebeugt werden. 

„Bei einer Umwandlung in ein gemeinsames Kommunalunternehmen bleiben die Vorzüge eines Zweckverbandes erhalten. Im Gegensatz zum Zweckverband aber ist es gesetzlich ausgeschlossen, dass sich ein privater Dritter an einem gemeinsamen Kommunalunternehmen beteiligt“, erläuterte Verbandsvorsitzender Michael Muther. Bei der Umbenennung einigte sich das Gremium auf die Bezeichnung „Wassergewinnung Vierseenland gKU“, da sich die Trinkwassergewinnung vorwiegend innerhalb der Region um die vier Seen im westlichen Landkreis beschränke, gleichwohl Randgebiete von Starnberg mit versorgt werden. Thema war außerdem das Grundwasserschutzgebiet. Insbesondere der Brunnen I im Unterbrunner Holz unterliege strenger Beobachtung, erklärte Muther. „Wir hatten bei Probebohrungen festgestellt, dass die Grundwasserströme unter dem Flughafen verlaufen. Deshalb müssen wir auch auf das Flughafengelände, um dort Probebohrungen zu veranlassen.“ Unabhängig von den Ergebnissen werde eine mögliche Alternative für Brunnen I entlang der Tiefenbrunner Rinne gesucht. „Dabei handelt es sich um eine reine Vorsorgemaßnahme. Eine Notwendigkeit besteht nicht.“ Als positiv wertete er, dass mittlerweile für den Bereich Tiefenbrunner Rinne, in der auch die zwei Hochstadter Brunnen liegen, eine so genannte Bewirtschaftungsvereinbarung geschlossen wurde. Darin wird geregelt, wie, wo und wann wie viel gedüngt werden darf. „Diese Vereinbarung ist wie ein Sechser im Lotto, da wir dadurch eine Riesenfläche für den Trinkwasserschutz sichern konnten.“ pop

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