Wasserpark Starnberg

Richtfest für das neue Seebad Starnberg gefeiert

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Starnberg – Bei winterlichem Kaiserwetter konnte Richtfest für das neue „Seebad Starnberg” gefeiert werden. Der ehemalige Wasserpark hat nämlich seit Ende November nicht nur einen neuen Namen, sondern auch eine fertige Betondecke.

„Der Rohbau steht, die erste Etappe ist geschafft”, freute sich Bürgermeisterin Eva John in ihrer Ansprache. Stadträte, Rathausmitarbeiter, Handwerker, Bauleute, Architektin Anne Hueges sowie das Team des Wasserparks hatten sich auf der Wiese vor dem Rohbau eingefunden und auch Landrat Karl Roth war die paar Schritte von der Kreisbehörde herüber gegangen. Schließlich ist ein Richtfest „für jeden Bauherren ein besonderes Ereignis“, wie John betonte. Es sei quasi die Halbzeit des Bauvorhabens und zeige, dass es mit dem Bau vorangehe und seine Vollendung in absehbarer Zeit bevorstehe. Im Fall des Seebades Starnberg ist das für Herbst kommenden Jahres geplant - der Zeitplan scheint also eingehalten zu werden, ebenso wie die stets genannten 19 Millionen Euro Baukosten. John gab in ihrer Rede noch einmal einen kurzen Abriss über die Entwicklung hin zum neuen Seebades: Beginnend im Jahr 2008 mit den Planungsüberlegungen, denen langjährige Beratungen in den politischen Gremien folgten, bis es im Jahr 2011 zur Auslobung des Architektenwettbewerbs kam. Ein Jahr später wurde der Entwurf der Architekturbüros Seifert Hueges und Lohrer-Hochrein ausgewählt. Im August 2015 folgte dann die Baugenehmigung.

„Inzwischen kann man sich mit ein bisschen Phantasie schon ganz gut vorstellen, wie schön es hier einmal werden wird“, sagte Rathauschefin Eva John. Bis zum Tag des Richtfests sei das Projektteam jedoch immer wieder vor große Herausforderungen gestellt worden. So musste vor dem Setzen der Bohrpfähle (76 Stück zwischen 20 und 29 Meter tief auf einer Gesamtlänge von rund 1,5 Kilometer) musste der Baugrund ausgetauscht werden, was laut John eine kostspielige, aber notwendige Aufgabe gewesen war. Auch das Hochwasser im vergangenen Sommer erforderte ein kurzfristiges Reagieren aller Beteiligten auf die verschiedenen Wasserstände. Insgesamt werden 200 Tonnen Baustahl, 700 Kubikmeter Beton, 1.600 Quadratmeter Glas verbaut. Kostenpunkt: 19 Millionen Euro. Bis zur Fertigstellung des Seebades steht auch noch die Sanierung der Ufermauer aus. Rund 20 Planer und 40 Firmen mussten und müssen in den Phasen koordiniert werden und natürlich auch der Freibadbetrieb, der neben der Baustelle Aufrecht erhalten wurde. „Das hört sich gewaltig an und das ist es auch“, so John. „Aber wir haben ein hervorragendes Team, das das Projekt mit viel Herzblut und Leidenschaft begleitet.“ John bezeichnete das künftige Seebad als ein Bad für aktive Schwimmer, Familien, Vereine aber auch für Genießer von Sauna und Gastronomie. Es werde etwas ganz besonderes. „Ein Juwel, ein strahlender Baustein im nördlichen Seeuferbereich, ein Stück Seeanbindung“, so John. „Ich bin sehr glücklich, dass unser neues Seebad Starnberg auf einem so guten Weg ist.“

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