Ortsgruppe Buch

Wasserwachtler suchen Aktive

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Inning – Die Wasserwacht des BRK (Bayerischen Roten Kreuz) hat nicht nur im Sommer alle Hände voll zu tun, sondern auch im Winter, wenn etwa Schlittschuhläufern auf den Seen und Gewässern im Landkreis Einbruch droht.

Das zeigte der Rückblick der Freiwilligen des BRK im Ortsteil Buch: Sie verarzten kleinere und größere Wunden, ziehen Wassersportler aus den Gewässern und bergen Boote. Von rund 200 Mitgliedern zählt die Ortsgruppe 21 aktive. „Ein tolles Team“, lobte der Vorsitzende Jens Moeller in der Jahresversammlung im Inninger „Spectacel“ seine Leute. Toll, aber es seien zu wenige, betonte Moeller und verwies auf die im vergangenen Jahr geleisteten 3.452 Wachstunden. Seit 2013 kommen alles in allem 12.000 Stunden zusammen. „Wäre das Engagement unserer Aktiven nicht so hoch, ginge es nicht“, fasste er mit einem Appell zur Mitarbeit in der Ortsgruppe zusammen. Und neben den Einsätzen ist genügend Spaß und gute Laune am Start, wie der Jahresrückblick eindrucksvoll zeigte – der Kegelabend, der Dreikampfwettbewerb im Silberfasan oder das Vatertags-Fußballturnier. Sportlich gesehen brachte Jugendleiter Markus Mair die Truppe in der Vorbereitung zum Jugendschwimmwettbewerb am Pilsensee kräftig ins Schwitzen. Mit Erfolg, denn Samuel Kirsch, Franziska Wegner sowie Lukas und Johannes Mair bestiegen den ersten Platz auf dem Podest, dicht gefolgt von Daniel Hildebrand, Ben Bacherle sowie Vilia und Vincent Bastian auf Platz drei. Die Erwachsenen packten heuer beim Renovieren des Wachraums am See an. „Das war höchste Zeit“, konstatierte Moeller. „Da waren Viecher drin.“ Also rissen die Ehrenamtlichen die Verkleidung runter und ersetzten das Dämmmaterial. Der technische Leiter Christian Feigl hatte die Einsatzzahlen mitgebracht: 30 erste Hilfe Leistungen, 26 davon in Stegen, wovon die Wasserwacht Steppach, Bobingen und Stadtbergen die meisten Wachstunden übernahmen. 17 Mal rückten die Bucher für Segler aus, denn einige von ihnen waren in Seenot geraten. So zogen die Freiwilligen gleich im ersten Dienst 2016 vier Gekenterte mit Unterkühlung aus dem Wasser. Die Bergung des umgekippten Katamarans war gar nicht so einfach, erinnerte sich Feigl an das Boot mit dem vollgelaufenen Mast und einer undichten Kufe – und nur zwei Tage danach bargen und versorgten sie einen Segler vor Schondorf mit einer stark blutenden Oberschenkelverletzung. Weniger aufregend war die Sicherstellung der Boote, die sich in einem Sturm von den Bojen losgerissen hatten und an Land gespült wurden. Im September griffen die Helfer eine verwirrte Person auf und übergaben sie dem Rettungsdienst, rückten wenig später erneut aus und retteten fünf Personen aus einem gesunkenen Tretboot. Am Ende seines Rückblicks kündigte Feigl an, dass er nicht mehr für das Amt antreten werde. Für ihn übernahm Kurt Zobrist. Auch Markus Mair zog sich als Jugendleiter zurück und übergab die Leitung in die Hände von Marion Mair. Kassier Manuel Ott und Jens Moeller stellten sich erneut der Verantwortung. Die Anwesenden waren offensichtlich mit der Wahl zufrieden, denn sie sprachen sich einstimmig für das Vierer-Gespann aus. mk

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