Wasserwerk Gilching

Verluste stark reduziert

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Gilching – Der Wasserverlust durch ein defektes Rohrnetz in der Gemeinde Gilching war hoch.

Erst durch den Einsatz von so genannten Datenloggern wurden die Lecks aufgespürt und repariert. Seither ist der Wasserverlust von 25 auf 4,5 Prozent gesunken. War das Wasserwerk in Gilching früher ein uneinnehmbares Bollwerk, in dem der Wassermeister nach eigenem Gutdünken herrschte, steht heute die Transparenz an oberster Stelle. Weshalb Bürgermeister Manfred Walter in punkto Wichtigkeit der Ämter den Wassermeister Albert Pfannes und sein Team über die Bedeutung des Bürgermeisteramtes stellt. „Dies erzähle ich auch immer den Schulklassen, die mich regelmäßig besuchen. Die Schüler sollen rechtzeitig darauf hingewiesen werden, dass das Wasser unser wichtigstes Gut ist“, betonte Walter auf der Ortsteilversammlung in Geisenbrunn. Albert Pfannes führt seit 2009 in Zusammenarbeit mit Finanzchef Tilo Leister und Bürgermeister Manfred Walter Regie im Wasserwerk. „Ich weiß zwar nicht, wie es früher war“, räumt der 52-jährige Rohrnetzmeister ein. Doch dass einiges im Argen gelegen ist, das sei auch ihm nicht verborgen geblieben. Pfannes: „Es war jedenfalls eine schwierige Situation, als ich angefangen habe. Erst einmal musste ich mir einen Überblick über alles machen und dann beginnen, die Probleme anzupacken.“. Auffallend sei unter anderem gewesen, dass einst von der geförderten Wassermenge 25 Prozent durch ein leckes Rohrnetz verloren gegangen sind. Bis 2011 konnte der Verlust durch so genannte Datenblogger auf 6,8 Prozent reduziert werden. Heute sind es 4,5 Prozent, die noch irgendwo unerkannt durchsickern. Insgesamt ist die Gemeinde Gilching seitens des Wasserwerks in sieben Gebiete aufgeteilt. Durch 30 technisch hochwertige so genannte Datenlogger, die in jeder Region jeweils für zwei Tage auf Hydranten und Schaltgestänge aufgebracht werden, lasse sich genau orten, wo das Rohrnetz undicht ist. Pfannes: „Durch die rasche Reparatur vermindern wir den Wasserverlust enorm. Unsere Trefferquote liegt mittlerweile bei fast 100 Prozent." Die Gesamtfördermenge des Trinkwassers für 2012 gibt Pfannes mit 933.521 Kubikmeter an. Davon wurden 871.804 Kubikmeter verkauft und 20.000 Kubikmeter unentgeltlich für Rohrnetzspülungen und an die Freiwilligen Feuerwehren abgegeben. Der Verlust von 4,5 Prozent macht gleich 41.717 Kubikmeter aus. Im Verhältnis zum Jahr 2009: Bei einer ähnlich geförderten Wassermenge gingen durch ein leckes Rohrnetz 296.000 Kubikmeter (25 Prozent) verloren. Ausführliche Prüfberichte zur Trinkwasserqualität gibt es unter www.wasserwerk-gilching.de. pop

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