Wechsel an der Spitze

Zur Nachfolgerin des langjährigen UWG-Vorsit-zenden Georg Schalper ist einstimmig die Immobilienkauffrau Claudia Baader gewählt worden. Baader, seit 2002 UWG-Mitglied, sagte nach ihrer Wahl: „Ich trete damit in Riesenfußstapfen, aber ich habe ja zwei Jahre lang als Geschäftsstellenleiterin geübt.“

Der Architekt Georg Schalper, der die UWG seit 1996 geführt hatte und nun wegen zunehmender beruflicher Beanspru-chung auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte, blickte noch einmal auf die Erfolge der 1991 offiziell eingetragenen Wählergemeinschaft zurück und sagte: „Ich werde mit Sicherheit immer UWG´ler bleiben.“ Dem Vorstand gehören automatisch auch weiterhin die aktuellen UWG-Stadträte mit Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger an sowie die einstimmig als stellvertretende Vorsitzende wieder gewählte Architektin Hella Behr-Rödel. Der bei der Neuwahl nicht anwesende Gernot Meier unterlag bei der Neuwahl des anderen Vorsitzendenamtes dem Rechtsanwalt Uli Müller mit 2:28 (bei 30 abgegebenen Stimmen). Im Amt bestätigt wurde einmütig Schatzmeister Christian von Villié, der einen aktuellen Kassenstand von 1.800 Euro bekannt gab und sich über „rege Spendentätigkeit“ in den Berichtsjahren 2007/2008 freute: „So ein Wahlkampf kostet rund 50.000 Euro“, berichtete Villié von den für die UWG erfolgreich verlaufenen Kommunalwahlen 2008. Die neue Amtszeit des leitenden Bankers als Schatzmeister begleitet mit dem frisch gekürten Ex-Vorsitzenden Schalper erstmals ein Kassenprüfer. Rathauschef Pfaffinger und der UWG-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Jürgen Busse, nutzten die Jahresversammlung im „Vier Jahreszeiten“ zu Berichten vom politischen Stadtgeschehen. Busse kritisierte dabei scharf jüngste Äußerungen der FDP-Größen Martin Zeil und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: „Was die zum B 2-Tunnel gesagt haben, ist ein Angriff auf die Stadt“, so Busse, „als ob sie nicht genau wüssten, wie sehr wir für die am 24. November 2008 zu Stande gekommene deutliche Mehrheit pro Tunnel im Stadtrat gerungen haben!“ Es sei geradezu die Pflicht dieser aus dem Landkreis kommenden beiden Landes- und Bundespolitiker, „sich sogar verstärkt für dieses Projekt einzusetzen.“ Bürgermeister Pfaffingers Bericht aus dem Rathaus lieferte einen Querschnitt durchs aktuelle Geschehen – etwa zum geplanten Pferdehofbetrieb in Percha: „Ich verstehe nicht, dass sich die Regierung von Oberbayern über alles hinweg setz, sogar die erheblichen Bedenken der Unteren Natur-schutzbehörde“, so Pfaffinger: „Die haben einfach erklärt, den Kiebitz dort gibt´s nicht“, amüsierte sich der Bürgermeister über die Muftis der Regierung. Doch auch die Forderung der CSU, in Schorn für das Gewerbegebiet 40 Hektar statt 80.000 Quadratmeter aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen, kritisierte Pfaffinger scharf: So etwas, assistierte Gemeindetagsjurist Busse, „war noch nie da in der Geschichte Bayerns.“

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