Wechselvolle Geschichte

Ihren 60. Geburtstag hat die Planegger CSU mit einem rauschenden Fest und rund 140 Gästen gefeiert. Bis auf den letzten Platz besetzt war die neue Aula am Feodor-Lynen-Gymnasium zum – in diesem Jahr einmal nicht üblichen – Jahresempfang des Ortsverbands. Im Rahmen der Feierlichkeiten ehrte die Partei auch verdiente Mitglieder. Und Gerhard Schleburg erhielt zudem als oberster Plakatierer der CSU den „Goldenen Plakatständer“.

Der CSU-Ortsvorsitzende und Dritte Bürgermeister Hermann Nafziger freute sich über die so zahlreich erschienen Gäste. Seit Gründung des Ortsvereins vor 60 Jahren habe sich die Planegger CSU immer den jeweiligen Herausforderungen gestellt „und diese Aufgaben in den letzten 60 Jahren auch gut erfüllt“, sagte Nafziger. Auch sei es dem Ortsverband gelungen, „immer engagierte und motivierte Personen hervorzubringen, die die Interessen der Planegger und Martinsrieder bestmöglich vertreten“. Günther Schuppler, der von 1982 bis 1990 Planegger Bürgermeister war, erzählte in seinem Rückblick von der wechselvollen Geschichte der CSU. Bereits bei der Gemeinderatswahl 1946 – damals gab es allerdings noch keinen eigenen Ortsverein – hatte die CSU mit 565 die meisten Stimmen erhalten. Im April 1948 wurde dann der Ortsverband aus der Taufe gehoben; erst 1982 gelang es der CSU, die mehrmals den Zweiten Bürgermeister stellte, unter der Führung Schupplers der Sprung auf den Ersten Bürgermeistersessel. Damals konnte sie auch eine deutliche Mehrheit der Stühle im Rat für sich verbuchen (zwölf, heute acht). 1996 konnte Ulrike Höfer für die CSU den Bürgermeisterstuhl erobern. Über die Misere auf dem Weltfinanzmarkt referierte Peter Driessen, der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Er zeichnete ein düsteres Bild für die kommenden Jahre, die Menschen werden lange brauchen, bis sie wieder das nötige Vertrauen in das Bankwesen hätten. Den Bankern selbst unterstellte er, sie handelten derzeit nach dem Motto „Gier ist geil“. Damit sich derartiges nicht mehr wiederholt, forderte Driessen mehr Transparenz und einen Kodex, der derartiges Handeln verbiete. Einzig an der Kehrtwende auf dem Ausbildungsmarkt („der permanent steigt“) schien der Hauptredner Gefallen zu finden. Für ihre langjähriges Engagement wurden Günther Schuppler (seit 55 Jahre Mitglied), Walter Roth (5), Winfried Ferstl (40), Baron Hubert von Hirsch (35), Michael Leicher (35), Heinz Furtner (25), Annelore von Aufseß (25), Andreas Off (25), Gerhard Schleburg (25), Ulrike Höfer (25), Max Reicherzer (15), Rolf Schmidt (15), Irene Jablonski-Walter (15), Michael Klippe (15), Josef Wiedenmann (10) und Helmut Kornprobst (10) geehrt. Mit ein abwechslungsreiches musikalisches Programm sorgten das „Steve Hooks & John Paiva Duo“, die mit viel Applaus bedacht wurden.

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