40 Anzeigen am Wochenende

Wegen Ausgangsbeschränkung: Tutzinger Cafébetreiberin muss 5000 Euro Strafe zahlen

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150 Euro Bußgeld erwartet diejenigen, die sich am vergangenen Wochenende grundlos draußen aufgehalten haben.

Landkreis - Die Erholungsgebiete und Badeplätze im Bereich der Polizeiinspektion Starnberg waren am Wochenende gut besucht, wobei sich die meisten Erholung Suchenden an die Vorgaben der Ausgangsbeschränkungen halten. Auf einige Unbelehrbare wartet nun eine Bußgeldanzeige, unter anderem muss eine Cafébetreiberin 5000 Euro Strafe zahlen. 

Am Sonntagvormittag wurden auf einem Golfplatz ein 21-jähriger aus Gröbenzell und ein 78-jähriger Feldafinger angetroffen, die gemeinsam ihrem Sport nachgingen. Da Golfplätze den Regelungen für Sportanlagen unterliegen und somit gesperrt sind, ist das Golfen nach wie vor nicht gestattet. 

Fünf Jugendliche bzw. junge Erwachsene riefen am Samstagabend mehrere Polizeistreifen auf den Plan, weil sie sich auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule in Starnberg aufhielten und unter anderem Flaschen umherwarfen. Auch sie konnten keinen triftigen Grund zum Verlassen ihrer Wohnungen vorbringen. Auf dem so genannten „Steininger Grundstück“ am Unteren Seeweg sowie an der Seepromenade wurden mehrere Menschengruppen festgestellt, die jeweils zu mehreren Personen beieinander saßen und nicht dem gleichen Hausstand angehörten. Auffällig ist hier, dass diejenigen, die beanstandet werden mussten, nicht aus dem Landkreis Starnberg stammten, sondern zumeist aus einer nicht weit entfernten Großstadt angereist waren. 

Wo schmeckt es besser?

Radfahren ist zwar grundsätzlich erlaubt – wie alle anderen Sportarten und das Spazierengehen aber auch ohne Gruppenbildung. Wenn mehrere Personen in einer Gruppe aus der besagten Großstadt nach Starnberg fahren, entspricht das auch nicht den Vorgaben der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, ebenso wenig wenn ein 29 Jahre alter Weilheimer nach Starnberg kommt, um sich beim hiesigen Schnellrestaurant mit Essen zu versorgen – dass die Qualität im Vergleich zum Weilheimer Lokal der gleichen Kette derart besser ist, dass ein triftiger Grund vorliegt, um eine solche Strecke hinter sich zu bringen, konnte der Mann nicht glaubhaft darlegen. 

Mit Surfbrettern unterwegs

Die Nutzung motorgetriebener Wasserfahrzeuge ist mit den derzeitigen Vorgaben ebenfalls nicht unter einen Hut zu bringen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der Motor an einem Surfbrett angebracht ist. Zwei Starnberger, die am Samstag mit elektrisch angetriebenen Surfbrettern auf dem See ihre Runden drehten, wurden von Beamten der Wasserschutzpolizei auf den Verstoß hingewiesen und gebeten, das Ufer aufzusuchen.

In allen der hier genannten Fälle wird auf die kontrollierten Personen Post des Landratsamts zukommen – Inhalt: ein Bußgeldbescheid über 150 Euro.

Wesentlich teurer wird es für die Betreiberin eines Cafés in Tutzing. Vor ihrem Lokal hatte sie mehrere Bistrotische aufgestellt, an denen Gäste saßen und Kaffee tranken. Sie beteuerte zwar, dass die Garnituren nur zu „Dekozwecken“ aufgestellt waren, was aber nichts an dem Verstoß ändert, für den der Bußgeldkatalog der Staatsregierung ein Bußgeld von 5.000 Euro vorsieht.

Von Kreisbote

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