Weiteres halbes Jahr für den Bürgerbus

Nur die Verbindung zwischen Breitbrunn und Herrsching ist nach dem Probebetrieb zur Einführung eines Bürgerbusses übrig geblieben. Während diese Tour gut genutzt wird, konnten die Fahrgäste von und nach Wartaweil und Widdersberg an einer Hand gezählt werden. Nach dem Beschluss vom vergangenen Juli, nur noch die Linie Breitbrunn zu bedienen, geht es jetzt darum, wer den Bus betreiben soll und ob es dafür auch einen Zuschuss gibt.

Die Regierung von Oberbayern steht nach dem Wegfall der beiden anderen Linien einem Bürgerbus nach Breitbrunn positiv gegenüber. Wie Gemeinde-Geschäftsführer Günther Pausewang in der ersten Sitzung nach der Sommerpause erklärte, habe die Regierung auch darauf hingewiesen, den Bus in das ÖPNV-Netz zu integrieren. Die Zuschüsse würden auch so der Kommune gewährt, so Pausewang weiter. Bei diesem Prozedere muss allerdings das Landratsamt Starnberg als Nahverkehrs-Betreiber mitspielen. Bei der Kreisbehörde heißt es dazu, dass man erst nach genauer Prüfung entscheiden werde, ob die Verbindung in den ÖPNV für den Landkreis aufgenommen wird oder nicht. Generell stünde dem aber nichts im Weg. Er sei „anfangs eher skeptisch gewesen“, erklärte Bürgermeister Christian Schiller seine Stimmungslage. Jetzt könne er sich aber die Fortführung der Linie Breitbrunn im ÖPNV gut vorstellen. „Vorausgesetzt es stimmen die Fahrgastzahlen.“ Bleiben diese nach einer weiteren Probezeit von sechs Monaten aus und sagt der ÖPNV nein zur Integrierung ins eigene Netz, werde man die Linie streichen. Bis es eine Zu- (oder Ab-) sage gibt, wird die Gemeinde Herrsching den Betrieb bei optimiertem Fahrplan und nicht geänderten Ticketpreisen ein halbes Jahr weiter führen sowie finanzieren. Dazu wird die Kämmerei zwischen 14.000 und 15.000 Euro im Haushalt bereit stellen. Eine Entscheidung, der sieben Ratsmitglieder ihre Zustimmung nicht geben wollten. Dem zweiten Beschlussvorschlag, Gespräche mit dem Landratsamt für eine Übernahme der Linie in das ÖPNV-Netzes zu führen, verweigerten nur noch vier Gemeinderäte ihr Votum.

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