Heute ist Welt-Erste-Hilfe-Tag - Oft entscheiden Minuten

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Landkreis – Am heutigen 9. September findet der internationale Tag der Ersten Hilfe statt. Der Tag der Ersten Hilfe wurde im Jahr 2000 von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften initiiert.

Seitdem wird er in über 150 Ländern von Rot-Kreuz-Organisationen und Assoziierten jeweils am zweiten Samstag im September begangen. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt bei Unglücksfällen in den eigenen vier Wänden. Mehr als eine Million Menschen verunglücken jährlich in Deutschland in ihrem häuslichen Umfeld. Laut der Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz- und Arbeitsmedizin sind fast 10.000 Unfälle tödlich. Umso wichtiger ist es, die Bedeutung fachgerechter Nothilfe bei Unfällen im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. „Jeder kann in die Situation kommen, seinen Angehörigen oder auch Nachbarn bei einem Unfall im häuslichen Umfeld unvermittelt Erste Hilfe leisten zu müssen.“, meint Thorsten Siegmeth, der Leiter Rettungsdienst des BRK Starnberg. „Aber nicht nur zuhause, auch wenn man unterwegs ist, kann man schnell und überraschend Zeuge eines Unfalls werden, und dann ist schnelles Handeln lebensrettend. Deshalb organisiert der Kreisverband Starnberg des Roten Kreuzes regelmäßig Erste-Hilfe-Kurs in Starnberg und Herrsching. Helfen zu können, gibt Sicherheit und rettet Leben.“ Daneben bietet das BRK Starnberg der Initiative „Drücken ist StaRK“ ein effektives Kurztraining, mit dem bei einem Herzanfall die entscheidenden Minuten zur Wiederbelebung genutzt werden können. Im Landkreis Starnberg sterben jede Woche zwei bis drei Personen an plötzlichem Herztod. Das Dramatische daran: Oft fehlt nur ein beherztes Eingreifen des Nächststehenden, nur wenige Minuten aktive Herzdruckmassage, bis professionelle Helfer kommen – und der Mensch wäre gerettet. Aber nur die wenigsten Menschen (etwa 19 Prozent) trauen sich, einzugreifen – aus Unkenntnis und Scheu versäumen sie die entscheidenden Minuten. Tod oder irreversible Hirnschädigungen des Opfers sind die Folge. Besonders dramatisch: Bei 70 Prozent der Betroffenen stehen Angehörige, Freunde, Bekannte oder Kollegen hilflos daneben.kb

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