Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen

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Herrsching – Es ist noch keine 100 Jahre her, da landeten Unrat und Fäkalien vor der Haustüre. Diese Zeiten gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Dennoch sterben weltweit täglich rund 1.000 Kinder durch fäkalienverseuchtes Wasser. Der heutige Weltwassertag nimmt sich des Themas an und steht unter dem Motto „Abwasser“.

Mit der kürzlich gezeigten ZDF-Doku „Leben im Abwasser“ wurde darauf hingewiesen, dass weltweit 2,4 Milliarden Menschen ohne Toilette auskommen. Die Folge: Täglich sterben weltweit rund 1.000 Kinder durch fäkalienverseuchtes Wasser. Grund genug, das Thema anlässlich des Weltwassertages 2017 in den Vordergrund zu stellen. Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit auf Missstände hinzuweisen und die „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle zu gewährleisten“. Ein Thema, das auch innerhalb der Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA) in Herrsching eine wichtige Rolle spielt. „Wir reden zwar hauptsächlich über das Trinkwasser. Die AWA kümmert sich aber auch um die sorgfältige Entsorgung beziehungsweise die Wiederaufbereitung des Abwassers“, sagt Thomas Jacobs, technischer Leiter des Unternehmens. Damit ein reibungsloser Ablauf möglich ist, stehen 58 Abwasserpumpwerke, 285 Kilometer Ortskanäle und 11.000 Hausanschlüsse mit einer Gesamtlänge von 290 Kilometern zur Verfügung. „Insgesamt fallen jährlich 3,5 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser an, die in Kooperation mit den Ammerseewerken in der Kläranlage Eching aufbereitet werden.“ Sorgen bereiten unter anderem die vielen Feuchttücher und Tücher von Bodenwischern, die achtlos in die Toiletten geworfen werden. „Diese lösen sich im Gegensatz zum Toilettenpapier im Abwasser nicht auf und führen in den Pumpen zu starken Verstopfungen. Es kommt vermehrt zu Pumpenausfällen.“ Jacobs appelliert an die Verbraucher, die Tücher nicht ins Klo zu werfen, sondern im Mülleimer zu entsorgen. „Nur so bleibt auch die erforderliche Entsorgungssicherheit der insgesamt 11.500 Grundstücke gewährleistet.“ Aber auch Medikamente, Farb- und Lackreste sowie Lösungsmittel gehören nicht in die Toilette. Einige der AWA-Pumphäuschen wurden übrigens durch Schülerinnen der 10d der Liebfrauenschule in Dießen bemalt.pop

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