Jugendkriminalität rückläufig – mehr Mädchen ermittelt

Weniger Straftaten von Jugendlichen im Landkreis Starnberg

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Die Hemmschwelle sinkt mit Alkohol: Die Polizei hat mehr Mädchen ermittelt.

Landkreis – Die Statistik von Polizeihauptmeister Christian Blümig zeigt es auf: Die Jugendkriminalität im Landkreis ist in den vergangenen zwölf Monaten zurück gegangen. Im vergangenen Jahr musste der Gautinger Jugendkontaktbeamte noch eine Zunahme im Kreis-Jugendhilfeausschuss vermelden. Nach wie vor sind es die 14- bis 18-Jährigen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die Aufklärungsqoute liegt bei 60,7 Prozent.

Vor allem in Verbindung mit Alkohol passieren die meisten Straftaten, schilderte der scheidende Polizeihauptmeister Blümig, der zur Kripo nach Fürstenfeldbruck wechselt.Insgesamt haben die Polizeidienststellen im Landkreis in 4.941 Fällen gegen Jugendliche ermittelt – 29 weniger als vor einem Jahr. Die meisten Delikte gehen auf das Konto der 14- bis 18-Jährigen (10,7 Prozent), Jugendliche und junge Erwachsene werden mit 9,8 Prozent in Blümigs Statistik geführt. Von den unter 13-Jährigen sind zwei Prozent straffällig geworden. Meist sind es junge Männer beziehungsweise männliche Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Ihr Anteil liegt bei den 14- bis 18-Jährigen bei 71 Prozent, der Mädchen-Anteil ist „dramatisch“ von 23 auf 29 Prozent gestiegen, schilderte Blümig dem Ausschuss. Bei den Heranwachsenden sind es sogar 82 Prozent bei den Männern und 18 Prozent bei den jungen Frauen.

Straftaten werden in Verbindung mit Drogen und Alkohol begangen

Vor allem in Verbindung von Alkohol und Drogen wie Cannabis und Marihuana geschehen Straftaten wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Ein besonderes Augenmerk richten Blümig und seine Kollegen in den Dienststellen im Landkreis auf die Präventionsarbeit an Mittel- und Realschulen. „Wir erklären den jungen Leuten, was ihr – gesetzeswidrige – Verhalten für sie für Folgen haben könnte“, so Blümig, der einen besonderen Fall in Starnberg schilderte: „Konkret eine Lehrerin aus einer Klasse hat uns angesprochen und uns ausdrücklich um einen Termin gebeten.“ Starnbergs Polizeichef Bernd Matuschek schilderte abermals seine personellen Probleme: „Ich muss für die Präventionsarbeit immer einen Beamten freistellen, der sonst vielleicht Wasserschutz fahren würde.“

po

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