Wernekke an Bord geholt

BI-Vorsitzender Professor Hans Jochen Diesfeld (2.v.e.) und seine Mitstreiter Klaus Ferstl (l.) und Willi Illguth (r.) konnte mit Gerd Wernekke (2.v.l.) das 2.500. Mitglied begrüßen. Foto: Jaksch

Jüngst konnte die Starnberger Bürgerinitiative „Pro Umfahrung - Contra Amtsstunnel“ ihr 2500. Mitglied begrüßen. Mit Gerd Wernekke haben die Umfahrungsbefürworter nun eine Starnberger Persönlichkeit in ihren Reihen, die über weitreichende Kontakte in Gesellschaft und Wirtschaft verfügt.

Auch finanziell möchte der seit 1947 in Starnberg ansässige Steuerberater, der sich selbst als „kritischen und aufmerksamen Bürger“ bezeichnet und in vielen Vereinen Mitglied ist, der Bürgerinitiative unter die Arme greifen. So kündigte der Haupt-Sponsor des Starnberger Sportvereins FT (Freie Turnerschaft 09) an, einen Teil des Geldes, mit dem er bisher die Nachwuchsarbeit beim FT gefördert hat, abzuziehen und der Bürgerinitiative zur Verfügung zu stellen. „Das ist für die Zukunft wichtiger“, sagte Wernekke auf einem Pressegespräch. Ob die BI das großzügige Angebot annimmt, muss laut dem BI-Vorsitzenden Professor Hans Jochen Diesfeld noch besprochen werden. „Darum ist es uns nie gegangen“, so Diesfeld. Vielmehr erhoffe sich die BI durch Wernekkes Kontakte, dass dieser in bisher zurückhaltenden Kreisen am Nach- und vielleicht sogar Umdenken für eine nachhaltige Starnberger Verkehrslösung durch eine B2-Umfahrung mitwirkt. Ausschlaggebend für den Beitritt Wernekkes in die BI war dessen Worten zufolge die Tatsache, dass der Bau des B2-Entlastungstunnels keinerlei Entspannung für den Verkehr in Starnberg bringen wird und gleichzeitig die Lebensqualität während der Bauphase erheblich einschränkt, ganz zu schweigen von der hohen Investition für den Bau des Tunnels. „Wenn als Ergebnis künftige Generationen wesentlich vom Verkehr entlastet würden, könnte man die Kröte ja vielleicht noch schlucken, aber so nicht,“ kritisierte Wernekke das Tunnelprojekt. Vielmehr würde die Stadt durch die fünfjährige Großbaustelle gelähmt. „Die Geschäftsleute haben alle Angst vor der Insolvenz“, beschrieb Wernekke die Stimmung in der Stadt. Ohnehin kenne er keinen, der für den Tunnel sei: „Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte“, so das neue BI-Mitglied. „Ich bin aus tiefstem Herzen dagegen, weil keine Besserung in Sicht ist“, erklärte Wernekke. Durch die zu erwartende Sogwirkung des Tunnels werde erheblicher zusätzlicher Verkehr angezogen „und durch die Belastungsgrenze des einröhrigen Tunnels dieser dann oberirdisch - wie heute - durch die Hauptstraße geführt. Eine Entlastung auf der Hauptstraße wird sich deshalb nicht oder nur sehr marginal einstellen“, wetterte Wernekke. Mit der BI will er nun gemeinsam für eine Umfahrung von Starnberg kämpfen, mit der man fast den kompletten Durchgangsverkehr aus der Stadt halten könne: „Überall baut man Umfahrungen zur Lösung dieses Problems, nur Starnberg will mit dem Kopf durch die Wand, sprich Untergrund“, so Wernekke. Währenddessen peilt BI-Mitglied Willi Illguth die nächste Mitglieder-Marke an: Bald schon sollen es 3.000 sein. Ziel: Möglichst viele Mitglieder zu haben, die dann bei der nächsten Kommunalwahl die politischen Vertreter der BI, die WPS (Wählergemeinschaft Pro Starnberg) wählen, um so eine Entscheidung pro Umfahrung herbei zu führen.

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