Rahmenplanung vergeben

Weg frei für neues Grundschulgebäude

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Weßling – Auf der jüngsten Weßlinger Gemeinderatsitzung stand die geplante Grundschule auf der Agenda – und die Gremien setzten sozusagen den ersten Stein zum Bau der „Neuen Schule” am Steinebacher- und Meilinger Weg.

Einstimmig beauftragten sie den Planungsverband „Äußerer Wirtschaftsraum” mit der Rahmenplanung. Dieser soll vorbereitend für den Bebauungsplan Details und Eckdaten für das neue Grundschulgebäude abklären. Auf der Basis von neu berechneten Schülerprognosen und generellen Anforderungen im schulischen Bereich, klärt die Studie etwa die notwendigen Parkplätze ab oder befasst sich mit der generellen Straßenführung auf dem Areal. Diese sollen den ein- und ausfahrenden Bus gleichermaßen berücksichtigen wie der Bring- und Abholverkehr der Eltern – manche Fahrgewohnheiten der Erziehungsberechtigten hatten ja in der Vergangenheit beim alten Gebäude wie berichtet zu einem absoluten Halteverbot zwischen 7 und 14 Uhr geführt. Auch die Frei- und Sportflächen wollen geplant sein und das Haus selber wird einerseits als konventionelle „Flurschule” und zusätzlich als „Lernhauskonzept mit offenen Räumen, das über den reinen Schulunterricht hinaus geht” entworfen, erklärte Sebastian Neudecker vom Planungsverband. Letzteres bezieht in einem sogenannten integrierten Raumprogramm verschiedene Lernformen ebenso mit ein wie eine eventuelle Ganztagsschule, Inklusion oder Teamstrukturen. Die Stadt München stelle derzeit auf dieses Konzept um. Das ist naturgemäß kostspieliger. Außerdem brauche es mehr Fläche, gab Neudecker weiter zu bedenken. Somit werde das Gebäude mit Sicherheit dreistöckig. Mit einem guten Architekten könnten auch mehrgeschossige Schulen sinnvoll umgesetzt werden. In München entstehen sogar Pausenhöfe auf dem Dach. Petra Slawisch (Grüne) regte noch einmal an, vor Planungsbeginn mit den Gremien, der Schulleitung und der Schulhausgruppe zusammenzusitzen. „Es gibt schon viele Ideen.” Auch in Sache der momentan „suboptimalen Verkehrssituation”. Dank der in Zukunft zurückgebauten Hauptstraße ergeben sich besonders in Sachen Verkehr neue Möglichkeiten. So könnte zum Beispiel die Brücke am Steinebacher Weg weichen und eine eventuell mit einer Ampel geregelte Kreuzung entstehen. „Ein Kreisverkehr ist für die Fußgänger schwieriger zu queren”, sprach sich der Rathauschef für die Variante aus. Es ist also noch alles offen. mk

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