Nutzungsänderung

Kinder sollen ins Sportlerheim

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Weßling – Momentan leben in der Weßlinger Sporthalle noch Asylbewerber. Sie nutzen aktuell die Sportgaststätte. Die ist seit zwei Jahren ohne Wirt – und jetzt gibt es Pläne, die Räumlichkeiten übergangsweise zum Kindergarten umzufunktionieren. Für Integrationskinder – und für Flüchtlingskinder.

Auch in Weßling werden in Zukunft Kinder mit körperlichen oder geistigen Schwächen oder Behinderungen in die Betreuungseinrichtungen integriert. Damit einher geht automatisch mehr Raumbedarf, denn ein Kind mit besonderen Bedürfnissen binde so viel Kapazität wie drei, erklärte Gemeinderätin Petra Slawisch (Grüne) jüngst in der Bauausschusssitzung. Langfristig soll der eingruppige Kindergarten in Oberpfaffenhofen ausgebaut werden. Dafür fehle aktuell das Geld, nachdem der Ausbau des Kindergarten Regenbogen in Weßling mit hohen Kosten ver- bunden gewesen sei. Die übergangsweise Installation eines Containers, um bis zum Ausbau temporär einen Ort für die Kinder zu schaffen sei nicht erstrebenswert, unterstrich die Architektin. Auf der Suche nach einer anderen Möglichkeit rückte die seit zwei Jahren leer stehende Sportgaststätte bei der Sporthalle in den Fokus der Lösungssuchenden. „Die Erzieherinnen waren bei der Ortsbesichtigung ganz begeistert von den Räumlichkeiten und der vielen grünen Fläche“, so Slawisch. Auch im Landratsamt sei man über die kostengünstige Variante der vorübergehenden Unterbringung sehr angetan. Der mit der Nutzungsänderung zusammenhängende notwendige Umbau der Toiletten, Waschräume und Küche wäre relativ kostengünstig zu bewerkstelligen, wusste die Architektin. Im Gemeinderat stieß der Antrag, die bestehende Sportgaststätte befristet in einen Kindergarten umzuwandeln, ohne Ausnahme auf Zustimmung. „Das ist allerdings zeitlich befristet“, betonte Bürgermeister Michael Muther noch einmal. „Als dauernde Nutzung müsste man den Bebauungsplan anpassen.“ Die Gemeinde wolle die Planung des Umbaus abgeschlossen haben, sodass man bei kurzfristigem Bedarf das Gebäude innerhalb von drei bis vier Wochen umrüsten könne. „Ich bin überzeugt, dass die Ereignisse uns schnell eingeholt haben“, stimmte auch Günther Wieczorek (SPD) den Plänen zu. Im Grunde haben sie die Kommune schon eingeholt, bedenkt man die vielen Kinder der Heimatvertriebenen, die auch einen Platz benötigen. „Wir haben in unserer Gruppe ja auch schon besprochen, dass da Kinder von Flüchtlingen rein können“, bestätigte die Gemeinde- rätin. Einen Planer habe er auch schon an der Hand, kündigte Rathauschef Muther der Runde an. Michèle Kirner

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