Vereinsheim

"Größte Investition seit Bestehen des SC"

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Weßling – Das Häuschen für die Fußballer des Sportclub Weßling (SCW) hat schon bessere Zeiten erlebt. Anlass genug, dass die Sportler sich um ein neues Zuhause bemühen. Sie stellten in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag.

Der Sportreferent und ehemaliger SCW-Vorstand Günther Wieczorek (SPD) machte seiner Sorge Luft: „Dreht sich beim SC Weßling (SCW) irgendwann nur noch alles ums Geld? Ich hoffe, dass sich der SC Weßling nicht übernimmt.“ Die Rede war vom geplanten Vereinsheim (wir berichteten), dem der Gemeinderat heute trotz einiger Bedenken ein positives Signal gab. Dem vorausgegangen war Ende November der mit überwältigender Mehrheit der Mitglieder gefasste Beschluss, die Planung des Vereinsheims anzugehen. Das ehrgeizige Ziel des Vorstands: Spatenstich im Sommer 2017 und Fertigstellung 2018. Dabei schätzten die Initiatoren die Kosten auf zirka 500.000 Euro – und beantragten, dass die Gemeinde sich mit 100.000 Euro beteiligt. „Der SC Weßling braucht für den täglichen Sportbetreib dringend ein eigenes Vereinshaus auf ihrem Gelände“, sprach sich Bürgermeister Michael Muther für den Zuschuss aus. Petra Slawisch (Grüne) verwies darauf, dass Weßlings mitgliederstärkste Verein spätestens seit dem Umbau der Sportgaststätte bei der Turnhalle zur Mittagsbetreuung keinen Treffpunkt mehr hat. Vorgesehen ist das Gebäude in Holzständerbauweise auf dem 300 Quadratmeter großen, vereinseigenen Areal. Entstehen sollen von außen zugängliche Umkleidekabinen und Toiletten, Lager, Küche, Kiosk und ein 100 Quadratmeter großer Allzweckraum. Allerdings keine bewirtschaftete Gaststätte. Auch müsste der Bebauungsplan nicht geändert werden. „Aus Erfahrung“ schenkte Andreas Lechermann (CSU) den veranschlagten Kosten keinen Glauben. „Ich erwarte ein Plus einer Summe X“, sagte Lechermann. Wieczorek sah das genauso und war „beeindruckt von der Wunschliste“. „Das ist die größte Investition seit Bestehen des SC Weßling.“ Er befürchtete gar, dass nach der beachtlichen Erhöhung der Mitgliederbeiträge vor einem Jahr, die Beiträge erneut ansteigen könnten. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht mehr nur noch aufs Geld schauen müssen.“ Abgesehen davon, werde der SC auch jetzt schon von der Gemeinde finanziell unterstützt. Vize-Bürgermeister Michael Sturm sah im Beitrag für den Neubau eine Pflichtaufgabe für die Gemeinde, wie zuvor die Klassenzimmer im alten Feuerwehrhaus, der neue Hort und die Mittagsbetreuung – und auch er war sich sicher: „Das wird teurer.“ Am Ende beschloss das Gremium einstimmig, dass der Antrag in der Haushaltssitzung behandelt wird. Um die Höhe besser einschätzen zu können, soll der Verein bis Januar die möglichen Fördergelder ermittelt haben – und die Abbruchkosten, Leitungen – einfach alles, was für einen Neubau dazugehört. Ob der Terminplan vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung auch eingehalten werden kann und die Geld schon 2017 notwendig wird, sei freilich noch offen, so Muther.mk

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