Weßlinger See

Kranke Eschen und eine morsche Mauer

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Weßling – Der Weßlinger See gehört mit zu den kleinsten Seen im Landkreis. Wegen seiner Herz-Form wird er auch „das Herz von Weßling“ genannt. Und wie es mit dem Herzen so ist, bereitet es gelegentlich auch Sorgen.

Weil immer wieder die Gefahr des Erstickens droht, wurde bereits vor Jahren ein so genannter Bypass in Form einer Sauerstoffpumpe inmitten des Sees eingesetzt. Außerdem wird seitens der Gemeinde streng auf die Einhaltung der Schutzzonen geachtet. Einmal jährlich lädt Bürgermeister Michael Muther das Ratsgremium, interessierte Bürger sowie den Landschaftsarchitekten Christian Ufer zu einer Uferbegehung ein. Kritisch wurden bei der jüngsten Begehung unter anderem diverse kranke Eschen und die historische Mauer um das Alzheimer-Grundstück gesehen. Start der Begehung war beim Kiosk am Badestrand. Ein Teil der Liegewiese ist bereits eingezäunt und frisch angesät. Nun soll auch eine weitere stark abgenutzte Fläche dazu kommen. „Problem sind die Fahrradfahrer, die leider oft nicht den dafür vorgesehenen Weg sondern die Wiese als Fahrstrecke nutzen“, bedauerte Michael Muther. Neben diversen Entbuschungsmaßnahmen sind auch Baumfällungen vorgesehen. „In ganz Bayern herrscht eine Eschentriebsterben. Es ist ein Pilz, gegen den es keine Mittel gibt. Man weiß auch nicht, woher er kommt“, erläuterte Thomas Ostermair (FW), auf dessen Grundstück eine kranke Esche steht. Christian Ufer vom Büro Terrabiota hält wenig vom zurück schneiden der Bäume. „Auch wenn die toten Äste heraus geschnitten werden, es besteht lediglich eine Chance von zehn Prozent, dass der Baum wieder gesund wird.“ Sorge bereitet dem Gremium außerdem die alte Ufer-Mauer um das rund 3.000 Quadratmeter große Alzheimer-Grundstück am Alzheimer Gaßl. „Die Mauer war immer als Verkleidung des Hangs gedacht. Es ist keine Stützmauer, deshalb ist auch kein Fundament vorhanden“, erklärte Muther. Da Gefahr des Abrutschens besteht, soll in Kooperation mit dem neuen Eigentümer und dem Amt für Denkmalschutz eine brauchbare Lösung gefunden werden. Der Wunsch des Eigentümers, den Gartenzaun von 1,20 auf bis zu 1,80 Meter zu erhöhen, wurde abgelehnt. „Wenn jemand vorhat, auf das Grundstück zu kommen, da halten ihn auch keine 1,80 Meter zurück“, so Muther. Weitere Probleme gibt es im so genannten Karpfenwinkel. Christian Ufer erklärte, dass der Besitzer eines umzäunten 60 Meter langen Ufergrundstücks die Verkleinerung seines Anwesens bemängelt und Schutzmaßnahmen seitens der Gemeinde fordert. Tatsächlich wird der See auf Höhe Karpfenwinkel größer, was eine Grundstücksverkleinerung zur Folge hat, räumte Ufer ein. Nun soll mittels Schottengalione und entsprechender Bepflanzung der See aufgehalten werden, sich mehr noch das Grundstück einzuverleiben. „Wenn alles glatt geht, starten wir mit dieser Maßnahme im Frühjahr“, sagte Ufer. pop

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