Weßlinger See

Zwei mal im Jahr Rasenmähen im See

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Weßling – Seit vier Jahren schneidet und entfernt das Mähboot „Truxor“ die Schlingpflanzen, die im Sommer geradezu nach den Beinen den Schwimmern greifen. Spätestens seit in den 1970er Jahren die Ringkanalisation gebaut wurde und ein Jahrzehnt der „Springbrunnen“ das Wasser mit Sauerstoff anreichert, ist der saubere See zur Brutstätte dieser Pflanzen geworden – und kommen den Badenden gefährlich nahe.

„Da kann schon Panik beim Schwimmer aufkommen“, konstatierte Vizebürgermeister Michael Sturm (Freie Wähler) im Umweltausschuss. Seit vier Jahren geht die Gemeinde aktiv gegen das Gewächs vor und lässt jährlich ein Mähboot über den See fahren. In zwei Arbeitsgängen wird erst geschnitten und danach mit einem anderen Aufsatz „geerntet“. Wie berichtet, schafft das Boot auf diese Weise 60 bis 80 Tonnen Mähgut an Land. Der einzige Nachteil ist, dass in der Vergangenheit nach der Aktion Pflanzenreste auf dem Wasser trieben und die Schwimmenden diesmal von oben belästigten. Das rief Freiwillige auf den Plan, die die Reste ehrenamtlich aufsammelten. Das war offensichtlich auch dem Weßlinger Franz Josef Müller aufgefallen. Er machte die Gemeinde kürzlich auf eine alternative Amphibienmaschine des Kurorts Bad Bayersoien aufmerksam. „Das Boot schneidet und nimmt das Mähgut in einem Arbeitsgang auf“, warb der Vizebürgermeister beim Umweltausschuss um die Vorzüge des Fahrzeuges und schlug vor, den schwimmenden Rasenmäher gleich zwei Mal jährlich einzusetzen. Weil die Seeeigentümerin, also die Gemeinde, dafür aufkommen muss, würde sich dieser Posten im Haushalt 2017 mit 10.000 Euro niederschlagen. „Könnten wir nicht ein Angebot einholen, in dem die Schlingpflanze komplett mit den Wurzeln rausgezogen werden?“, wollte Victor Angerbauer (Freie Wähler) wissen. „Die Schlingpflanzen reinigen“, warf Erika Schuster von der Bauverwaltung ein. Einstimmig sprach sich das Gremium für die vorgestellte Variante aus. Ob 2017 allerdings ein oder zwei Mal gemäht wird, beschließt das Gremium nach der ersten Aktion. Ebenso einig waren sich die Stimmberechtigten, 1.800 Euro für Instandhaltungsarbeiten des besagten „Springbrunnens“ einzustellen. mk

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