Weßlinger See

Vor dem Spaß wurde aufgeräumt

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Weßling – Wenn die Temperaturen in den Minusbereich rutschen, bricht bei so manch einem Weßlinger nervöse Vorfreude aus. Dann bringt er oder sie geschäftig die Schlittschuhe zum Schleifen oder schleppt das Eisstock-Set aus dem Keller.

Ab sofort sind sie wieder auf der spiegelglatten Eisfläche unterwegs – Schlittschuhläufer drehen ihre Pirouetten, jagen ambitionierte Eishockeyspieler dem Puk hinterher oder werfen Eisstockschießer beim „Eis-Boccia“ den knapp drei Kilogramm schweren Turnierstock nach einem ausgelegten Holzwürfel. Über den Steg vor dem Kiosk geht‘s auf das Eis, vor dem Spaß wurde allerdings erst einmal im Kollektiv aufgeräumt: Anders als in Feldafing, wo, wie berichtet, die Überreste der Nacht einfach als Müllberg zurückgelassen worden waren, schoben und trugen zahlreiche Freizeitsportler die Silvesterknaller an den Steg, die Tags zu vor laut und bunt das kommende Jahr begrüßt hatten. Die am Ufer ausgelegten Leitern sind ein Sicherheitsfeature – falls einer einbricht, könnten die Steighilfen Leben retten. Ebenfalls aus Sicherheitsgründen rät die Feuerwehr generell dazu, das Eis erst ab einer Stärke von 15 Zentimeter zu betreten. So dick trug der See am 1. Januar noch nicht auf. Betreten wurde er trotzdem. Eigentlich kann man fast die Uhr danach stellen, dass der See pünktlich zu Silvester zufriert und die ersten Ungeduldigen das Eis betreten. Diesmal war aber alles anders als sonst: Normalerweise vereist der flache, beschattete Bereich am Karpfenwinkel als erstes. Diesmal lockte die Seemitte mit herrlichstem Spiegeleis – und es krachte und sang die Fläche beim Karpfenwinkel bedenklich. Dort trauten sich in den ersten Tagen auch nur wenige hin. Weil das Gewässer nicht von einem Zufluss bewegt wird, friert der kleinste der fünf Seen im Landkreis früh durchgehend zu. Vorsicht ist am Wörthsee und Pilsensee geboten, wo Quellen und Strömungen unvorhergesehen dünne Stellen mit sich bringen. Nach dem Schnee ist auf dem Weßlinger See vor dem Schnee: Eishockeyspieler und Eisstockschießer haben rechteckige Felder für ihr Spiel freigeräumt, während auch die Schlittschuhläufer auf freigelegten Flächen laufen. Die Aussicht auf heißen Punsch und Glühwein am Kiosk oder den Cappuccino im Café am See bringt allerdings auch ohne die Option Eiszulaufen reichlich Schaulustige und Spaziergänger zum Weßlinger See. mk

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