Streitpunkt im Gemeinderat

Weßlinger Umfahrung: Unterführung für Radler und Fußgänger geplant

Umfahrung Weßling Unterführung
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An dieser Stelle soll eine Unterführung für Spaziergänger und Radler entstehen.
  • vonFlorian Ladurner
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Weßling -  Das Thema war ein Zankapfel vor und während dem Bau von Weßlings 3,3 Kilometer langen Umfahrung: Die Möglichkeiten, für Fußgänger und Radler, die neue Staatsstraße zu queren. Demgegenüber bekamen die Frösche 42 Durchgänge. Das ist auch gut so. Weniger erfreulich für diejenigen, die fortan ganz ohne Motor den beliebten Wanderweg vom Sportplatz nach Wörthsee nutzen, der von der neuen Staatsstraße jäh unterbrochen wird. Das soll sich baldmöglichst mit einer Unterführung ändern, beschloss der Gemeinderat in seiner Dienstagssitzung im Pfarrstadl.

Die Gemeinde Wörthsee ist auch an einer Unterquerung interessiert, so Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal auf Rückfrage des Starnberger Kreisboten. Ob und inwiefern sie sich beteiligen könnten, hänge jedoch an den Kosten und den Plänen, sagt sie. Die sportliche Bürgermeisterin spaziert regelmäßig auf dem Waldweg in die Nachbargemeinde, wo sie am Kaffee am See ein Eis genießt, erzählt sie. Über einen Feldweg, der rund 50 Meter versetzt jeweils an die auf beiden Seiten geöffnete Leitplanke entlang der Umfahrung stößt. Beim Queren hoffe Muggenthal immer: „Wird schon gut gehen.“ - und wundere sich, dass hier noch nichts passiert sei. „Zum Glück ist die Straße nicht so stark befahren“, sagt sie.

Bereits 2019 fand mit ihr und Weßlings ehemaligem Bürgermeister Michael Muther ein Gespräch über die Unterführung an dieser Stelle im Straßenbauamt Weilheim statt, stand in der Sitzungsvorlage. Und weiter: „Dabei wurde vereinbart, dass die beiden Gemeinden eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer über kommunale Sonderbaulast realisieren werden und das Bauamt die Gemeinden bei Beantragung, Planung und Erstellung technischer Angaben unterstützen wird.“ Sonderbaulast bedeutet nichts anderes, als dass die Kommune die Kosten trägt. Abzüglich möglicher Förderungen durch den Freistaat, betonte Bürgermeister Michael Sturm. Das Staatliche Bauamt habe schon seine Zustimmung signalisiert, so Sturm. Die Umsetzung wäre freilich im Rahmen des Baus der Umfahrung einfacher gewesen, wirft Sturm ein. „Man hätte den Planfeststellungsbeschluss relativ leicht ändern können“, denkt er. In seinen Augen seien aber zu diesem Zeitpunkt die Fronten zwischen Weilheim und Weßling ziemlich verhärtet gewesen. „Jeder hat seine Position zu stark vertreten.“ Einer pro Tunnel, der andere kontra.

Aber wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. Einstimmig beauftragte das Gremium die Verwaltung, die damit einhergehenden Kosten zu ermitteln. Danach geht das Ganze noch einmal vor den Gemeinderat, damit so bald wie möglich mit dem Bau begonnen werden kann.

 Michèle Kirner

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