Kunst-und Kulturbranche atmet auf

Wichtiges Aufbruchssignal: Veranstaltungen im Freien ab Freitag wieder möglich, Corona-Hilfen werden verlängert

Kulturveranstaltungen dürfen am Freitag, 21. Mai, wieder stattfinden. Allerdings nur im Freien und unter strengen Auflagen (Symbolbild).
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Kulturveranstaltungen dürfen am Freitag, 21. Mai, wieder stattfinden. Allerdings nur im Freien und unter strengen Auflagen (Symbolbild).

Region - Die Kulturbranche in Bayern atmet auf. Zumindest ein bisschen. Nach den neusten Beschlüssen des Ministerrates dürfen ab kommenden Freitag, 21. Mai., kulturelle Veranstaltungen im Freien wieder durchgeführt werden. Vorausgesetzt ist, dass die 7-Tages-Inzident stabil unter der 100-Marke bleibt und die Durchführung sich an die vorgegebenen Regelungen hält. Zugleich wurde vom Ministerrat auch eine Verlängerung der Finanzhilfen für die gebeutelte Kunst- und Kulturbranche beschlossen.

„Die bayerischen Hilfsprogramme im Kunst- und Kulturbereich sind seit fast einem Jahr ein wirksames Instrument, um die Kulturbranche in der Krise zu unterstützen. Die Verlängerung von Soloselbstständigenprogramm und Laienmusikprogramm ist daher ein wichtiges Signal der Verlässlichkeit für die Künstlerinnen und Künstler und die Laienmusik. Sie können auch weiterhin auf die Unterstützung durch den Freistaat bauen!“, so Kunsminister Sibler. „Mit der Verlängerung und den Erleichterungen im Spielstätten- und Veranstaltungsprogramm können nun auch Amateurtheater oder gemeinnützige Kulturveranstalter noch besser von dem Hilfsprogramm profitieren“, so Sibler weiter. Zudem gilt es, das Programm auf künftige Bundeshilfen abzustimmen, wobei hier der Grundsatz gilt, dass Bundeshilfen Vorrang haben und das Landesprogramm verbleibende Härten ausgleicht.  

Die Kunst- und Kulturbranche ist weiterhin auf staatliche Stabilisierung und Hilfen angewiesen. Die Bundesnotbremse sieht bei einer Inzidenz über 100 eine Vielzahl von Maßnahmen vor, um Kontakte deutlich zu reduzieren und die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Für die Kulturbranche bedeutet das, dass sie – auch bei weiter sinkenden Inzidenzen – mit Einschränkungen wie Abstandsregelungen oder in Gebieten mit hoher Inzidenz mit Schließungen von Kultureinrichtungen für den Publikumsbetrieb rechnen muss, die zu einer Reduzierung der Wirtschaftlichkeit von Veranstaltungen und von Auftritts- und Erwerbsmöglichkeiten führen. Auch wird der Kulturbetrieb mit seinen langen Vorlaufzeiten nur schrittweise wieder anlaufen.

Kunst im Freien

„Mit der Öffnung für Kulturveranstaltungen im Freien bieten wir für die Kultur echte Perspektiven. Künstlerinnen und Künstler möchten auf eine Bühne vor Live-Publikum. Die Kunst braucht die Atmosphäre des Unmittelbaren. Deshalb gehen wir vorsichtig, aber konsequent die ersten Öffnungsschritte. Mit dem heute getroffenen Ministerratsbeschluss können nun auch Veranstaltungen vor Publikum im Freien stattfinden. Damit sind Live-Veranstaltungen nun wieder überall möglich. Unser nächstes Ziel muss die Erhöhung der Zuschauerzahlen sein“, betont Sibler.

Angesichts der bevorstehenden Sommermonate und der niedrigeren Infektionsgefahr im Freien sollen nunmehr auch kulturelle Veranstaltungen im Freien im professionellen Bereich und für Laien- und Amateurensembles ab Freitag, 21. Mai., unter folgenden Voraussetzungen ermöglicht werden:

- Öffnungen nur in Landkreisen/kreisfreien Städten mit stabiler 7-Tage-Inzidenz unter 100,

- ausschließlich feste Sitzplätze,

- Zuschauerobergrenze: 250 Personen,

- Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100: Testpflicht (bzw. Ausnahme für geimpfte/genesene Personen),

- Bei einer Inzidenz unter 50: keine Testpflicht,

- Einhalten des Mindestabstandes von 1,5 Metern und FFP-2-Maskenplficht auf dem gesamten Gelände,

- Die FFP2-Maske kann nach Einnahme des Sitzplatzes abgenommen werden.

Kreisbote

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