Wieder mehr Party im Undosa Starnberg erlaubt

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Starnberg – Nicht ganz so viele wie erbeten, aber deutlich mehr als im vergangenen Jahr genehmigt: Statt wie in 2016 lediglich drei, kann das Undosa heuer wieder acht Veranstaltungen (inklusive Ausweichtermin) durchführen.

Einstimmig votierte der Starnberger Finanz- und Hauptausschuss in seiner Sitzung am Montag dafür, Betreiber Mathias Scheffel wieder mehr Spielraum zu gewähren. Zu viele Beschwerden vom Lärm der Partygäste und der Musik geplagten Anwohner hatte es im Jahr 2015 gegeben, woraufhin der Hauptausschuss für 2016 dem Undosa nur noch drei Veranstaltungen genehmigte (wir berichteten). Allerdings verbunden mit einem Signal an Betreiber Mathias Scheffel, bei tadellosem Verhalten, diese Zahl auch wieder zu erhöhen. Und so meldete Scheffel für 2017 Anfang des Jahres wieder zehn Events bei der Stadtverwaltung an. Da es zu den drei genehmigten Veranstaltungen im vergangenen Jahr keine Lärmbeschwerden beim Ordnungsamt gab, empfahl die Verwaltung dem Hauptausschuss, diese zehn (begrenzt auf 24 Uhr im Außenbereich und ohne Ausweichtermin bei schlechter Witterung) auch zu genehmigen. Dem wollten jedoch lediglich die beiden Vertreter der CSU, Ludwig Jägerhuber und Katja Fohrmann, so folgen. Unter den anderen Gremiumsmitgliedern indes entspann sich eine Diskussion darüber, ob nicht auch weniger Events ausreichend seien, um die Anwohner nicht über Gebühr zu strapazieren. Und auch, das Verhalten Scheffels weiter unter die Lupe zu nehmen. „Den Schritt auf zehn halte ich für einen Fehler; fünf würden völlig genügen“, sagte Michael Mignoli (BLS) und regte an, neben der Lärm- auch die Entwicklung der Parkplatzsituation noch abzuwarten. „Dann können wir immer noch auf sieben oder acht Veranstaltungen raufgehen.“ Während Mignoli dabei in Markus Mooser (WPS), Sieglinde Loesti (DPF), Annette von Czettritz (Grüne) und Tim Weidner (SPD) Unterstützer fand, gab es seitens Winfried Wobbes (UWG) und Anton Wiesböcks (FDP) die Tendenz, acht Events zu genehmigen. „Die drei Veranstaltungen sind super gelaufen im letzten Jahr“, lobte Wobbe. Und auch Betreiber Mathias Scheffel, dem Rederecht eingeräumt wurde, erinnerte daran, dass es damals das Signal gegeben habe: „Wenn wir uns bewähren, dann werden wir belohnt.“ Scheffel versicherte, auf die Einhaltung der Auflagen zu achten und warb: „Wir fänden es schön, wenn wir die paar Tage im Sommer nutzen könnten.“ Und was die Reglementierung betrifft, argumentierte er: „Acht Vernstaltungen ohne Ausweichtermin bringen mir nichts, wenn ich dann wegen schlechtem Wetter nur zwei machen kann.“ Einstimmig genehmigte der Hauptausschuss letztlich acht Veranstaltungen für das Undosa und gewährte dazu auch die gewünschten Ausweichtermine. Eine kleine Änderung gibt es auch beim jährlichen Eiszauber auf dem Kirchplatz. Hier kann der begleitende Unterhaltungsbetrieb künftig samstags bis 22.30 Uhr und an den anderen Tagen bis 22 Uhr laufen. Neu in 2017 ist außerdem, dass die Stadt bei Veranstaltungen ab 1.000 Besuchern gleichzeitig ein Sicherheitskonzept vom Veranstalter fordern muss. Dies werde nach Auskunft von Bürgermeisterin Eva John bereits seit Mitte vergangenen Jahres so gehandhabt. sb

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