Willi Weitzel, beliebter Reporter aus Kinder-TV "Willi wills wissen", ist seit vier Jahren Wahl-Herrschinger

Alles ein bisschen gemütlicher

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Reporter Willi Weitzel lebt seit vier Jahren mit seiner Familie in Herrsching. Er genießt das ruhigerer Leben am Ammersee.

Herrsching – Seit vier Jahren lebt der Reporter aus der beliebten Kindersendung „Willi wills wissen“ mit seiner Familie in Herrsching. Dort erholt er sich von den vielen Reisen, die er seit einigen Jahren als Abenteurer für „Willis wilde Wege“ vollbringt. Die Rede ist von Willi Weitzel.

Der 44-Jährige folgte mit einem Esel als Gefährte auch den Spuren von Maria und Josef, wanderte von Nazareth bis Betlehem und verarbeitete Erlebtes in einem Multivisions-Vortrag für Firmenfeiern zu „Willis Weihnachtsgeschichte“. Herrsching sei für ihn „ein Paradies“. Hier zettelte er auch privat so manches Abenteuer an. Im Sommer zum Beispiel schwamm er von Riederau bis Herrsching. Ein Boot begleitete ihn, auf dem Kopf trug er eine Badekappe in Signalfarbe. Sicherheitshalber, damit die Dampfer nicht über ihn rüber schippern. „Ich liebe die Natur und den Ammersee“, sagt der dreifache Vater.

Und die Herrschinger seien freundlich und nett. „Ich glaube, dass mich viele erkennen, aber auch in Ruhe lassen.“ Hier sei halt alles ein bisschen gemütlicher – eben nicht so aufgeregt wie in München, wo er vorher gelebt habe. „Das hilft mir in meinem positiven Lebensgefühl“, betont der Mann, dessen gute Laune die Zuschauer seiner Sendungen unweigerlich ansteckt.

Reisen schenkten ihm einen globalen Blickwinkel

Der fröhliche Moderator hat aber auch eine ernste Seite. Seinen Alltag begleitet dieser christliche Gedanke, dem Schwächeren zu helfen. Deshalb zögerte er auch nicht und half im Containerdorf mit, wo viele Asylbewerber 2015 einzogen. Die vielen Reisen in fremde Welten hätten ihm einen globaleren Blickwinkel geschenkt. Er war im Libanon, in Afrika und in der Türkei in Flüchtlingslagern. „Wenn man das sieht, weiß man, unter welchen Umständen manche Menschen leben müssen.“ Sie haben kein Trinkwasser, hungern und leben in notdürftigen Unterkünften. „Ich war sehr nahe an deren Lebenssituation dran“, so Weitzel, dem ein Satz von dem 1945 verstorbenen Pater Rupert Mayer nicht mehr aus dem Kopf geht: „Wenn ich zehn Bedürftige antreffe, und neun davon wären nicht in Not, so helfe ich allen, damit ich den, der in Not ist, nicht verpasse.“

Der Fernsehmann bezieht in dieser Sache klar Position. Das machte ihn in Herrschings Realschule zum Botschafter „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“. Die erschütternden Eindrücke seiner Expeditionen sind es aber auch, die ihm die Augen für die kleinen schönen Dinge im Leben öffnen. Das leckere Eis im Riva. Und das Glück, einmal durchschlafen zu können. 

Durchschlafen ist bei der neunjährigen Ältesten kein Thema. Bei den drei Jahre und drei Monate alten Töchtern schon. Die aufgezwungenen Schlafstörungen bleiben ihm jetzt eine Weile erhalten. Aber auch die Zeit mit seiner Familie, die er in vollen Zügen genieße – bis das nächste Abenteuer nach ihm ruft. Mehr über Willi Weitzel gibt‘s auch unter www. williweitzel.com.

Vin Michele Kirner

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