Windkraft

Energiewende im Landkreis gefährdet

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Inning – Eine klare Abfuhr erteilten die Inninger Bürger am vergangenen Sonntag beim Bürgerentscheid einer Energiegewinnung durch Windkraftanlagen.

Geplant waren entlang der A96 drei Windräder. Fraglich ist bei so viel Gegenwind, ob sich die im Landkreis Starnberg geplante Energiewende bis zum Jahr 2035 noch durchsetzen lässt. Es war abzusehen: In der Gemeinde Inning setzten sich vermehrt all jene Bürger durch, die Windräder ablehnen. Die Realisierung der Landkreis-Energiewende rückt somit noch einmal ein Stück weiter weg. Am Sonntag lehnten in Inning 907 Stimmberechtigte den Bau von drei Windkrafträdern am Martinsberg entlang der Autobahn München-Lin-dau ab. 779 Bürger waren dafür. Nicht mal die Hälfte der wahlberechtigten Bürger – 1.170 von 3.566 – machten sich überhaupt auf, um zur Wahlurne zu gehen. Inwieweit sich bei so viel Gegenwind der Beschluss des Kreistags in puncto Energiewende umsetzen lässt, mag dahin gestellt sein. Ziel war ursprünglich, sich bis zum Jahr 2035 unabhängig von fossilen Brennstoffen zu machen. Alternativen zur Windkraft sind derzeit nicht in Sicht. Zwar enttäuscht, doch nicht überrascht zeigte sich Innings Bürgermeister Walter Bleimeier. Er räumte ein, mit diesem Ergebnis gerechnet zu haben. Die Erfahrung habe in der Vergangenheit gezeigt, dass es wesentlich leichter sei, Gegner von Projekten und Maßnahmen zu mobilisieren als die Befürworter, bedauerte er. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich auch Grafraths Bürgermeister Markus Kennerknecht. Damit sei der nachbarschaftliche Umgang wieder auf ein friedliches Miteinander programmiert. Denn auch Bewohner der Grafrather Ortsteile Unteralting und Mauern hatten massiv Protest gegen den Bau der Windkraftanlagen in der Nachbargemeinde Inning eingelegt. pop

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