"Wir haben gute Ergebnisse erzielt"

Der neue SPD-Vorstand des Orstverbandes Seefeld: (v. l.) Neu gewählter Beisitzender Wolfgang Weishäupl, Volker Rockel wurde als stellvertretender Vorsitzender wieder gewählt, neue Schriftführerin ist Renate Dischl, Martin Dameris ist als Vorsitzender einstimmig bestätigt worden, Gerhard Möller bleibt Kassier und Wolfgang Niemann wird als Beisitzer auch weiterhin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig bleiben. (Im Hintergrund Steffan Bock, Vorsitzender des Krailinger SPD-Ortsverbandes und stellvertretender Kreisvorsitzender). Foto: Donhauser

Turnusgemäß wählte der Seefelder SPD-Ortsverband nach zwei Jahren seinen neuen Vorstand. Überraschungen gab es keine im Alten Wirt in Hechendorf, die Seefelder SPD steht geschlossen hinter ihren Vorsitzenden.

Der Geophysiker Professor Martin Dameris stellte sich erneut als erster Vorsitzender zur Wahl. Er wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt. Zufrieden mit seinen Genossen lobte Dameris die Arbeit, die der Ortsverband die vergangenen zwei Jahre geleistet hatte. „Wir haben viel gemacht und gute Ergebnisse erzielt,“ was auch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht unbemerkt geblieben sei. Auch wenn der SPD-Antrag für eine Unterstützung der Sonderflughafen Gegener im Gemeinderat keine Mehrheit gefunden habe, so sei das Anliegen der SPD zusammen mit den Grünen und der Agenda 21 für eine bessere öffentliche Nahverkehrsanbindung so po- sitiv aufgenommen worden, dass nun gemeinsam daran gearbeitet werde. Ebenso wurde auf Antrag der SPD beschlossen, die Protokolle der Gemeinderatsitzungen im Internet zu veröffentlichen und die erste Pilotstrecke mit energiesparenden LED Straßenlampen an der Schlosskreuzung und am Radelweg, lang umkämpftes SPD-Anliegen, sei vom Seefelder Gemeinderates abgesegnet worden. Viele Veranstaltungen wie die Themenabende über Gentechnik, die Veranstaltungsreihe „Zukunft heißt darüber zu reden“ und die Beteiligung am Umweltfest in Seefeld habe der Ortsverband gut gemeistert. Dabei habe er aber nicht nur „im eigenen Saft gekocht“ sondern sich auch „nach außen“ bewegt. Zum Thema regenerative Energie habe man sich bei Vorzeige-Initativen wie Furth, einer Gemeinde bei Landshut, die sich zum Ziel setzt „Ökonomie und Ökologie, Sozialem und Kultur gleichermaßen Gewicht zu geben“, oder der Brauerei Andechs, Modell für den Einsatz erneuerbarer Energien, direkt Vorort ein Bild gemach. Der Ortsverband war unter anderem auch aktiv am Klimaschutzwerk des Kreisverbandes, bis 2035 unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden, und dem Umweltfest in Berlin beteiligt. Besonders stolz berichtete Dameris über den Eindruck, den ihr „Einmischen“ in Bundes- und Landespolitik, in Form eines Antrags auf Mindestlohn in Höhe von neun Euro die Stunde an den Bundesparteitag hinterlassen habe und der letztlich zu einem Beitrag in der Tageschau geführt hatte. „Das zeigt, dass Engagement schnell wahrgenommen wird, wenn dicke Bretter genagelt würden.“ Dazu fand auch Steffan Bock, Vorsitzender des Krailinger SPD-Ortsverbandes und stellvertretender Kreisvorsitzender, rundum positive Worte, in welchen er die Seefelder Genossen als aktivsten Ortsverband des Kreises auszeichnete und „das viele sozialdemokratische Herzblut“ hervorhob, mit dem sich die Seefelder SPD „nicht nur im Kreis“ einsetze. Für die Zukunft nimmt sich der wieder gewählte Vorsitzende Einiges vor. „Wir haben eine Zukunft zu gestalten, also müssen wir darüber reden“, dort müsse man weitermachen, so Dameris, „denn wenn wir es nicht machen, wer dann?“ Und er holte noch weiter aus, er sehe keine andere Formation in Seefeld, die das so vorantreibe wie die SPD. Nicht nur in den Haushalten sondern auch im Verkehr könne man auf alternative Konzepte nicht verzichten. Man müsse sich neben den grünen Themen auch der Nachwuchsproblematik widmen, die „unbestritten existiert“, erklärte Dameris, für den Jugendarbeit ein persönliches Anliegen sei, aber die gute Nachricht sei: „Es gibt wieder Jusos (Jungsozialdemokraten)“ und man stünde mit ihnen in der Diskussion, wie man Politik spannender gestalten könne. Als Urthema und wichtige Herausforderung der SPD bezeichnete Dameris Sozialpolitik, die sich besonders mit „sozialen Härtefällen“ auseinandersetzten müsse, „die im Landkreis Starnberg zwar nicht so sichtbar, aber dennoch vorhanden sind“. Themen, bei welchen die Sozialdemokraten „ihre Duftmarke“ setzten könnten. Sebastian Schmidinger, ehemaliger Orstverbandsvorsitzender und aktives Mitglied, forderte, „sich nicht von den Grünen grüne Themen vorgeben zu lassen“ sondern sich auch in Debatten wie um die „Bayernbrummer“, sprich die Riesentrucks die Bayern als eines der ersten Bundesländer auf den Autobahnen zulassen will, einzumischen. Er ergänzte die künftige Aufgabenliste der SPD mit dem Hinweis auf einen Antrag, den die SPD zur Erweiterung des Gewerbegebietes an der Espe schon vor rund 15 Jahren im Gemeinderat gestellt hatte. Schmidinger stellte fest, dass diese Lösung der beste Weg sei, um den aktuell diskutierten „Mini-Gewerbegebieten“ entgegenzutreten, da diese nur zur unerwünschten Zersiedelung von Seefeld führten. Alle notwendigen Voraussetzungen seien an der Espe gegeben, die Besitzerverhältnisse günstig und die Landschaft wäre ohnehin schon zerstört. Ebenso war vor 15 Jahren für die Hauptstraße ein Antrag gestellt worden, den man erneut aufgreifen solle, erklärte der Sozialdemokrat, da der Zustand nach wie vor eine Katastrophe sei und einige auch heute noch sinnvolle Vorschläge darin enthalten seinen. Einhellig bestätigten die Seffelder Sozialdemokraten den stellvertretenden Vorsitzenden Volker Rockel und Kassier Gerhard Möller in ihren Ämtern mit nur jeweils einer Enthaltung. Auf eigenen Wunsch kandidierten die Schriftführerin Usha Govil sowie der Beisitzer Ernst Deiringer nicht mehr für den Vorstand. An Govils Stelle trat Renate Dischl mit ebenfalls nur einer Stimmenthaltung. Wolfgang Weishäupl übernimmt den Beisitz von Gemeinderat Ernst Deiringer. Unverändert bleibt es im Amt des zweiten Beisitzers, Wolfgang Niemann wird auch weiterhin für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig sein. Beide Beisitzer wurden einstimmig gewählt.

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