"Wir kommen bestimmt wieder"

Nachwuchsführungskräfte aus China, Nepal, Pakistan und Tadschikistan informierten sich über die Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe in Herrsching. Foto: Polster

Die Entwicklung von Bergregionen ist Thema eines einjährigen internationalen „Leadership Trainings“, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Entwicklung unterstützt wird. Teil des Lehrgangs war ein Besuch der Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe in Herrsching.

Vorbildfunktion habe die AWA, sagte Anne Fisser, Projektleiterin im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Feldafing. Inhalt des Lehrgangs mit Teilnehmern aus China, Nepal, Pakistan und Tadschikistan ist es, die 20 Nachwuchsführungskräfte, die allesamt über einen Hochschulabschluss und über deutsche Sprachkenntnisse verfügen, auf politische Reformprozesse in ihrer Heimat zur Entwicklung von Bergregionen der Himalaya-Hindukusch-Pamir-Region vorzubereiten. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Am Beispiel AWA sehe man, wie sich ein kommunaler Zweckverband innerhalb von zehn Jahren von einem Abwasserbetrieb zu einem multifunktionalen modernen Betrieb mit Schwerpunkt Umwelt- und Wasserschutz entwickelte, betonte Fisser. „Für unsere Teilnehmern interessant war, wie sich so eine Organisation auf Bürgerbedürfnisse einstellt und die Bürger bei ihren Vorhaben mitnimmt.“ Auf die Frage, wie man denn mit dem Widerstand aus dem Volke umgehe, erklärte AWA-Geschäftsführer Hermann Doblinger: „Die Transparenz kommunaler Unternehmen ist eines der wichtigsten Voraussetzungen.“ Im Übrigen betonte er, „der größte Schatz der AWA sind die Mitarbeiter. Da lassen sich auch große Herausforderungen meistern“. AWA-Vorsitzender Wolfram Gum begeisterte die Gäste mit einer ihm eigenen Präsentation. Dazu lieh er sich eine Abwassermanschette aus, stülpte sie über den Hals und erklärte unter Gelächter des Auditoriums, es handle sich hierbei um die traditionelle Halskrause der AWA-Mitarbeiter. Nach dem Mittagessen ging es nach Eching zur Besichtigung der Kläranlage. Trotz des etwas „anrüchigen Themas“ versprach Fisser und ihre Gruppe: „Wir kommen ganz bestimmt wieder.“

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